
Hier werden Reiseberichte veröffentlicht mit Bild, Text und Ton, die im Zusammenhang mit unserem Projekt stehen.
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Reisebericht vom 13.11.10
Wir haben uns am Samstag um ca. 4:00 Uhr bei Kathi getroffen und gegen ca. 5:15 Uhr ging es dann von Trier aus in Richtung Deggendorf los. Leider waren die Wetterverhältnisse die ersten 200 km sehr schlecht. Es war stürmisch und regnerisch!
Der groß Transporter schwenkte immer etwas aus aber es hat nach einer kleinen Eingewöhnugsphase sehr gut funktioniert
Nach ca. 350 km tauschten Sandra und ich und Sandra fuhr weiter! Auch sie musste sich genau wie ich erst einmal an den großen Transporter gewöhnen! Dann kam zu unsere Überraschung die Sonne heraus und wir fuhren bei schönstem Sonnenschein, Branko und den Fellnasen entgegen. Um ca. 11:30 Uhr kamen wir in Deggendorf an wo Branko schon auf uns wartete! Wir fuhren dann ca. 20 km zusammen weiter auf eine ruhig gelegen Ecke eines Autohofes um umzuladen!
Nachdem wir in der Tankstelle um Erlaubnis gebeten hatten, fingen wir an!
Zuerst haben wir die Spenden aus unserm Auto in ein Ecke gestellt, um Platz für die Hundeboxen zu bekommen. Nun war es soweit 23 total süße Fellnasen mussten umgeladen werden. Man war das ein Gebelle und Getöse. Wir nahmen einen Hund nach dem anderen aus den Hundeboxen und packen sie in die Boxen auf unseren Transporter. Ui das war ja so aufregend und toll.
Nachdem wir dann alle Hunde umgeladen hatten, schickte uns Branko mit unserer wertvollen Fracht auf die Fahrt. Er meinte die Spenden packen sie alleine in ihren Transporter, Hauptsache wir bringen schnellst möglich die Fellnasen ihrem neuen Zuhause entgegen. Wir überreichten Branko noch 2 Tierwaldkalender, einen Adventskalender und ein paar Pralinen. Über die Pralinen freute sich unsere Naschkatze natürlich ganz besonders.
Danach ging es für Sandra, mich und die Fellnasen endlich los in Richtung Sinsheim. Nach ca. einer halben Stunde mussten wir tanken! In der Zeit wo Sandra tankte schaute ich nach den Hunden! Oje da hatten wir wohl eine ganz schlaue Fellnase dabei!, sie hatte sich die Box geöffnet!
Gott sei Dank hatten wir noch einen Sicherheitsgurt zum Anschnallen dabei! Wooby bekam ein Geschirr an und ab mit ihr nach vorne, dort wurde sie mit dem Gurt gesichert und das Problem war gelöst!
Oh nein und dann das nächste Problem, der doofe Schlüssel hatte sich beim Tanken verbogen und ging nicht mehr ins Zündschloss! Was nun? Sandra fand nach langem Suchen einen netten Tankwart der uns den Schlüssel gerade bog und dann den Transporter wieder startete ! Dann war auch dieses Problem gelöst!
Es ging nach ca. 30 Minuten Aufenthalt weiter Richtung Sinsheim! Um ca. 17:30 Uhr kamen wir in Sinsheim an, wo uns viele glückliche Gesichter erwarteten! 8 Hunde haben wir dort an ihre neuen Leute übergeben, die sich alle sehr über ihr neuen Schützlinge freuten! Um ca. 18:30 ging es dann weiter Richtung Trier! Oh Nein und nun wieder dieses Mistwetter, stürmisch und regnerisch, das hieß wieder langsam fahren ;-(. Um ca. 20:50 Uhr kamen wir endlich in Trier an Wieder viele glückliche Gesichter die dann Alle ihre Fellnasen freudig in Empfang nahmen, eine kurze Runde mit ihnen gingen und sie dann ins Auto packten damit die Hunde endlich Zuhause ankommen durften.
Es war zwar wieder sehr anstrengend aber wenn man dann die glücklichen Augen der Hunde und ihrer neuen Besitzer sieht wird man für die Anstrengung entschädigt und belohnt. Danke auch an Sandra, war echt super mit dir. Für Sandra und mich war es nun an der Zeit, die Reise nach Hause anzutreten, allerdings waren für mich die tollen Erlebnisse noch nicht zu Ende!
In meinem Gepäck hatte ich ja noch Apolo, klein Lady, Peko und Arka die bei mir abgeholt werden sollten! Als ich um ca. 23:30 Uhr müde und erschöpft in Dierdorf ankam warteten auch hier wieder nur glückliche Gesichter auf mich und die Fellnasen!
Janny war gekommen um die weitere Reise mit Apolo und klein Lady anzutreten. Dann war Daniela mit ihren Kinder da und sie nahmen glücklich ihren kleine Peko entgegen! Liane war mit ihre Freundin und deren Mann gekommen um ihre kleine Arka in Empang zu nehmen! Um ca. 0:30 Uhr fuhren alle glücklich und zufrieden nach Hause!
Ich ging erschöpft nach oben zu meinen Fellnasen die auch schon ungeduldig auf mich warteten! Alles in allem muss ich sagen, es war wieder sehr schön und ich für meinen Teil bin einfach überglücklich und zufrieden!
Ich wünsche allen unseren Fellnasen von ganzem Herzen alles Gute und Liebe in ihrem neuen und nun beginnenden schönen Leben! Es kann endlich euer zweites Leben, das auf der Sonnenseite beginnen
Lg Sonja
Oktober 2010 Reisebericht der Hilfsgüterfahrt
Von Janny Müller
Branko hat sich am Samstag Abend mit zwei Transportern und einem großen auf den Weg nach Trier gemacht. Mit an Bord sein Freund, ein LKW-Fahrer und 16 Hunde. Davon mussten vier Hunde nach Walldorf, einer nach Kaiserslautern und 11 nach Trier.
Um 4:00 Uhr in der Nacht ging Kathis Handy, Branko war in ERLANGEN gelandet. Auf diese Tour erfuhren wir, dass er nicht – wie wir angenommen hatten – im Besitz eines Navi’s war. Kathi hat ihn dann wieder telefonisch auf den richtigen Weg gebracht und ist wieder eingeschlafen.
Um 5:00 Uhr ging das Handy erneut, und da ich dann auch wach war, habe ich Branko ein paar Stunden lang mittels Google Maps und Handy durch die Bundesrepublik Deutschland gelotst und – nachdem abzusehen war, wann er in etwa seine erste Anlaufstelle in Waldorf erreicht, auch die einzelnen Leute dorthin bestellt.
Während der vielen Telefonate war deutlich zu merken, dass Branko sehr, sehr müde war.
In Waldorf hatte er noch nicht einmal die Zeit, den köstlichen Kuchen von Marlies zu genießen, schwups war er wieder weg und – wie konnte es auch anders sein – in der falschen Richtung!!
Also zurücklotsen und freudige Stimmung verbreiten, damit der arme Branko nicht ganz verzweifelt.
Es klappte dann, dass er bei Möbel Martin fast zeitgleich mit Britta ankam, jedoch auf dem „falschen“ Parkplatz wartete. Britta war unterdessen aus ihrem Auto raus und hatte ihr Handy drin gelassen. Finger wundwählen, um Britta zu erreichen, während Branko alle drei Minuten fragte, wo sie denn sei, er würde mit Riki schon sooo lange spazieren gehen,
Irgendwann rief Britta dann zurück und sie fanden zusammen!
Auf zur letzten Etappe nach Trier!!! Wir vermuteten eine Ankunftszeit gegen 12:00 Uhr und bestellten für diese Uhrzeit die zukünftigen Eltern.
Wir hatten nicht damit gerechnet, dass sich Branko noch mal verfährt und zudem an Trier vorbei fährt. Als er dann anrief und mitteilte, wo er ist, hat sich der liebe Guy erbarmt und hat ihn dort „aufgepickt“ und zum Messepark gebracht, wo er dann gegen 13:40 h eintraf!!! Völlig fertig!
Dennoch – so ist er halt – hat er sich von jedem Hund verabschiedet, mit den Leuten geredet und war immer noch fröhlich!
Als alle neuen Besitzer glücklich und zufrieden mit ihren Fellnasen abgefahren waren, sind wir im Konvoi zu den Garagen.
Dort haben wir Branko und seinen Freund zum Kaffee trinken und ausruhen geschickt, die Boxen gesäubert und die Autos mit Spenden beladen! Aufgrund der Ladekapazität haben wir es dieses Mal geschafft, einen von den drei vollen Lagerräumen fast vollständig zu leeren, so dass wir die Sachen aus der Arztpraxis, die wir am 30.10. räumen, sehr gut dort unterbringen können.
Am Abend ging es nach einer ausgedehnten Dusche zu einem tollen Essen und dann fanden Branko und sein Freund den wohlverdienten Schlaf!
Branko war nach seiner Aussage auch deshalb so müde, weil er die Nacht vor der Abfahrt bis morgens zwei Uhr im Tierheim gearbeitet hat (er hat Beton gemacht)
Am nächsten Morgen ging es nach einem gemütlichen Frühstück im Haus unserer Kathi nach Kordel, einen gespendeten Aufsitzmäher abholen und dann in die Eifel zum Mittagessen. Dort wartete super tolles Zubehör für die Heizungsanlage von Pi (Wolfgangs Bruder) auf Branko, was diesen zu Freudensprüngen veranlasste!!
Nach netten Stunden ging es dann – vollbeladen – zurück nach Cakovéc. Dort wartet auf Branko wieder Arbeit, da sich nächste Woche die Inspektoren des Staates angesagt haben. Wir hoffen alle, dass Prijatelji die Anerkennung als staatliches Tierheim bekommt, weil diese Anerkennung auch mit staatlichen Geldern verbunden ist!!
Auf dem Weg nach Cakovec hat der Konvoi noch Rast bei Michael gemacht und konnte von dort auch wieder dringend benötigtes Welpen-Serum mitnehmen, was auch gespendet wurde!
Das war – vom Spendenaufkommen her - die bisher größte und erfolgreichste Tour, bei der wir außerdem
16 Hunden ein tolles Zuhause schenken konnten! Alle Neueltern sind happy mit ihren Fellnasen und die Fellnasen sind es auch!!
Dem Wahnsinns-Einsatz von Branko und seinem Freund und einigen vielen im Hintergrund ist es zu verdanken, dass wichtige Spenden – auch für den Innenausbau des Tierheims – jetzt vor Ort sind.
Außerdem konnten wir eine Menge Spenden für Zagreb mitgeben, u. a. dringend benötigtes Frontline-Spray und ne Menge Futterschüsseln!!
Es war für Branko und seinen Freund mega anstrengend, hat sich aber mehr als gelohnt! Branko ist verständlicherweise müde aber überglücklich!
Die Zusammenarbeit mit Branko entwickelt sich zum Hit! Aus Helfenden werden Freunde, die gemeinsam gegen die Not kämpfen! Was gibt’s Besseres???
Danke an alle für dieses tolle Wochenende! Und vielen lieben Dank allen treuen Spendern – ohne Euch wäre so etwas gar nicht möglich!
Die Tiere werde es Euch allen danken!
August 2010 Reisebericht der Hilfsgüterfahrt August 2010
von Janny Müller
Donnerstag abend haben wir den Wagen beladen und, da wir sehr, sehr viele Helfer hatten, waren wir in eineinhalb Stunden damit fertig. Vielen Dank an dieser Stelle an die vielen fleißigen Hände!
Freitag morgen haben wir uns um 5:00 Uhr aufgemacht, die 1.042 km nach Cakovec zu bewältigen. Vorher haben wir uns noch in Kaiserslautern mit Manuela getroffen, um ihr einige Sachen für Sandra mitzunehmen und sind von dort um 7:00 Uhr wieder losgekommen.
Die Fahrt verlief absolut problemlos, der Verkehr hielt sich in Grenzen und wir waren bereits um 15:00 Uhr am Treffpunkt angekommen. Das Ausladen des Wagens ging auch sehr schnell, weil auch dort immer wieder fleißige Helfer bereits stehen, die Hilfsgüter zu verladen. Unser Wagen war wieder bis oben vollgepackt mit Spenden, was Lily, Ivana und Branko sehr freute.

Abends haben wir dann im Hotel gegessen und sind am nächsten Morgen nach dem Frühstück ins Tierheim.
Dort haben wir uns um die neuen und bisherigen Bewohner gekümmert, Fotos gemacht und uns besonders um die Fellnasen gekümmert, die mit ausreisen durften.
Außerdem konnten wir wieder einmal mit großem Erstaunen feststellen, was Branko in der einen Woche, seit wir das letzte Mal vor Ort waren, wieder alles geschafft hat. Das Freilaufgehege ist schon fast mit Kies aufgeschüttet, der erste Durchgang in die Höfe schon geschaffen und das Blech für die Dacheindeckungen fast vollkommen vor Ort. Die Power von Branko und der Fleiß sind unglaublich. Er schuftet von morgens bis abends, damit es den Fellnasen und Samtpfoten dort gut geht. Er zeigte uns alles wieder voller Stolz, vor allem ist er aber sehr glücklich über seinen neuen Schnellkopf-Kessel, der es ermöglicht, das Essen für die Hunde in weniger als einem Drittel der Zeit herzustellen!
Als wir im Tierheim ankamen, kam ein Notruf, dass ein Hund herrenlos durch die Stadt läuft. Branko, Ivana, Kathi und Branko haben sich aufgemacht, ihn aber leider nicht gefunden.
Am Samstag abend haben wir uns dann gegen 18:30 h auf den Weg zurück nach Deutschland gemacht. Die Fellnasen und die beiden Samtpfoten waren wie immer sehr, sehr ruhig und selbst Niki, mein neuer Pflegi, der im Tierheim immer nur laut geweint und gemeckert hat, war lieb und es gab keinerlei Zwischenfälle auf dem Weg zurück.
Das Wetter hat leider nicht ganz so mitgespielt, wie auf der Hinfahrt, es hat teilweise sehr, sehr stark geregnet und auch der Rückreiseverkehr war nicht so ohne.
Aber nachdem wir Österreich verlassen hatten, wurden sowohl das Wetter, wie auch der Verkehr besser, so dass wir trotz Pausen für uns und die Fellnasen zügig vorankamen und gegen 6:00 Uhr Walldorf erreichten. Leider hatten wir dort unfreiwilligen Aufenthalt bis um 8:00 Uhr, weil es bei einer Dame Verkehrsstörungen durch eine gesperrte Autobahn und Umleitungsschilder, die von „Scherzkeksen“ so verstellt worden waren, dass die Autofahrer immer im Kreis geleitet wurden, zwei Stunden später wurde.
Die nächste Ausladestation erreichten wir dann gegen 9:30 h, um dann gegen 10:30 Uhr in Trier zu landen.
Wir haben wieder einmal eine unserer monatlichen Hilfsgütertouren erfolgreich durchgeführt und nicht nur eine Menge Hilfsgüter nach Cakovec gebracht, sondern auch wieder sieben Fellnasen und 2 Samtpfoten den Weg in ein neues glückliches Zuhause geschenkt.
Es war mal wieder ein Erlebnis, die neuen Besitzer der Fellnasen und der Samtpfoten voller Aufregung und Vorfreude zu erleben, in solchen Momenten weiß man, wofür man dies alles tut!
Diese Hilfsgüterfahrt war – wie alle anderen auch – sehr anstrengend, dennoch war es aus meiner Sicht die bisher Schönste, die ich mitgefahren bin!
Es gibt auch noch eine lustige Anekdote, aber die bewahrt sich Kathi für die nächste Mitgliederversammlung auf!!
Ich freue mich sehr auf meine nächste Fahrt im September, die ich mit Manu durchführen werde.
Juli 2010 Reisebericht über die Helfertour vom 31.07. bis 04.08. in Kroatien
Wie geplant, machten sich Marie, Sandra, Kathi und Janny am 31.07. mit dem Flieger auf nach Zagreb. Trotz der Flugangst zweier unserer Mädels verlief der Flug reibungslos.
In Zagreb angekommen, holte uns Alexandra ab und fuhr uns auf direktem Weg ins Tierheim Prijatelji in Cakovec.
Dort angekommen, waren wir mehr als überrascht über die Fortschritte, die sich dort zeigten: Der Zaun stand, die Küche war super aufgeräumt und alles sah schon wieder völlig anders aus als im April, als wir das letzte Mal dort waren.
Branko hat nicht nur die Freilauffläche (bis auf ein kleines Stück) eingezäunt, er hat auch den Zaun am Beginn des Tierheims neu gemacht. Dort hing dann zu unserem Erstaunen unser Banner, was versehentlich von Kathi, die vergaß, die bei ihr angekommenen Pakete zu öffnen und den Inhalt zu sichten, mitgeschickt wurde.
Branko zeigte es uns voller Stolz und wir beschlossen, es nicht wieder mitzunehmen und uns für den Flohmarkt ein neues machen zu lassen.
Nach einem kurzen Rundgang durchs Tierheim (es sind schon wieder viele neue Hunde dort), checkten wir im Hotel ein und nahmen dort unser Abendessen ein (was wie immer, sehr, sehr lecker war). Beim Abendessen erzählte uns Branko von seinen weiteren Plänen (vom Freilaufgehege aus verschiedene Wege in die einzelnen Höfe zu bauen, damit die Hunde von dort aus gut ins Freilaufgehege kommen). Außerdem meinte er, er wolle für alle einzelnen Höfe Namensschilder aufstellen, z. B. Kathi-Hof, Janny-Gehege usw., um zum einen einen besseren Überblick auch für die Leute, die sich dort einen Hund aussuchen, zu schaffen und zum anderen, weil er so froh ist, dass wir ihm so sehr helfen. Nach einem gemütlichen Beisammensein gingen wir dann zu Bett.

Am nächsten Morgen frühstückten wir gegen 8:00 h und Lily holte uns dann ab, um uns ins Tierheim zu bringen. Branko war unterwegs nach Slowenien, um die von uns gelieferten Dachbleche zu holen.
Im Tierheim angekommen, fingen wir an, ein Grundstück von Unkraut und den darauf liegenden Zaunelementen zu befreien. Am Nachmittag nahmen wir uns die Zeit, mit den anderen Hunden zu knuddeln,
Abends gingen wir auf den Markt (es fand Freitag, Samstag und Sonntag ein dreitägiges großes Fest mit einem großen Flohmarkt, Reitervorführungen, Kinderbelustigungen, Ess- und Trinkzelten statt). Dieses Fest gibt es einmal im Jahr, immer Anfang August und ist einem Heiligen gewidmet.
Auf dem Flohmarkt verkaufte Irina an einem tollen Tierwald-Stand u. a. Dinge, die wir gespendet haben. Sie wurde dabei von einem der beiden Helfer im Tierheim unterstützt. Sie hat an diesen drei Tagen einen sehr guten Umsatz gemacht, worauf sie zu Recht sehr stolz sein kann!
Montag gingen wir nach dem Frühstück zu Fuß ins Tierheim und beendeten unsere Arbeiten an dem Grundstück.
Am Nachmittag fuhren Kathi und Janny mit Lily in das etwa 8 km von Cakovec entfernt gelegene Tierheim Spas, um sich dieses anzusehen.
Die Zustände dort sind bei weitem nicht so gut, wie in Cakovec, obwohl dieses Tierheim vom Staat unterstützt wird. Es leben dort an die 300 Hunde, die alle frei herumlaufen. Da keinerlei Räume abgegrenzt sind, sieht es auch in der Küche entsprechend aus. Dieses Tierheim wird auch von Branko unterstützt, der dorthin Essensreste liefert (z. B. Lunge, die er nicht verfüttert). Der Allgemeinzustand der Hunde ist sehr schlecht. Wir haben unsere Hilfe angeboten und stellten zu unserem Entsetzen fest, dass die Hunde aus diesem Tierheim „verschenkt“ werden, was wir aus verschiedenen Gründen nicht gut heißen können. Während wir dort waren, haben Marie und Sandra die Küche und den Flur aufgeräumt und geputzt., die Babykatzen gefüttert und deren Boxen saubergemacht.
Nachdem wir von dort zurück waren, gingen wir mit den Hunden spazieren: Kathi mit Bozz, Marie mit Wolfi, Sandra mit Misza und Janny mit dem kleinen Mikki.
Außerdem kommen montagnachmittags immer freiwillige Helfer aus einem Internet-Café, die wir dort kennen gelernt haben. Die jungen Männer sind äußerst motiviert und helfen wirklich viel.
Von Dienstagmorgen bis Dienstagnachmittag haben wir Fliesen aus dem Kühlraum auf den Dachboden des Neubaus geschleppt. Leider fehlte die Zeit, restlos alle Fliesen dorthin zu verbringen, aber es waren nur noch wenige Pakete im Kühlraum.
Zwischendurch haben wir Hunde geknuddelt, die Hunde, die jetzt mitgehen, ausgemessen und Kathi ist wieder mit Bozz und Marie mit Badi spazieren gewesen.
Am Nachmittag waren wir auf einen Kaffee und wurden dort eingeladen von einem netten Ehepaar, das kurz vorher einen Labrador-Welpen aus dem Tierheim adoptiert hat. Es war überglücklich über den Hund und wir denken, dass er es sehr, sehr gut haben wird.
Am frühen Abend haben wir dann gegrillt und saßen auf der „Terrasse“ im strömenden Regen. Gott sei Dank ist die Terrasse überdacht.
Kathi hat sonntags bereits Tarzan kennen gelernt und sich in diesen süßen Welpen verliebt. Sie hat von Alexandra aus bei German Wings angerufen und ihn für den Rückflug mit eingebucht. Er ist während unseres Aufenthalts zu unserem Maskottchen geworden, wir alle finden ihn einfach nur süß (Bilder im Album).
Ja und unsere Marie hat sich in Amarena verliebt und wird alles dran setzen, diesen tollen Hund dort herauszuholen. Wir drücken alle die Daumen, dass das gelingt! Was letztendlich auch geklappt hat!!
Am Mittwochmorgen hieß es leider, schon wieder Abschied nehmen. Wir waren noch bis 11:00 h im Tierheim, um uns von den süßen Fellnasen zu verabschieden, haben dann unsere Koffer im Hotel geholt und die liebe Alexandra hat uns nach Zagreb gefahren.
Dort haben wir uns mit der privaten Pflegestelle von Zucko getroffen. Wir erfuhren an diesem Nachmittag noch, dass Zucko im August mit nach Deutschland kommen darf, weil er hier eine PS gefunden hat. Die Dame, die Zucko auf Pflege hat, betreibt mit ihrer Schwester ein privates Tierheim mit ca. 30 Hunden in dörflicher Gegend, die Vermittlung gestaltet sich sehr schwer, weil viele die Hunde an die Kette legen wollen, Bilder der von ihr betreuten Hunde sollen über Alexandra zu uns auf die Homepage
Alexandra fuhr uns dann ins Tierheim Spirit in Zagreb. Die Zustände dort sind katastrophal: Für 30 Hunde ausgelegt, leben dort 300 Fellnasen in behelfsmäßigen Zwingern oder im Wald angekettet. Monika, die einzige Helferin vor Ort, bemüht sich nach Kräften, für die Versorgung der Tiere zu sorgen, was natürlich nicht gelingen kann. Das Grundstück ist vermüllt, es gibt keine Lagermöglichkeit für Futter. Es ist alles verkotet, das Futter wird mangels Futterschalen überwiegend einfach in die Zwinger geworfen, der Zustand der Hunde selbst ist schlimm. Voller Parasiten fristen sie ihr Dasein und sind unendlich dankbar für jede noch so kleine Ansprache. Wir waren absolut geschockt über die Zustände und wir werden dort in Zukunft verstärkt helfen, nicht nur durch die Vermittlung von Hunden! Wir werden uns mit Edith Illmaier überlegen, wo wir am Besten anfangen. Frau Illmaier plant, ein neues Tierheim zu bauen, wir werden nach Kräften diese Pläne unterstützen.
Abends haben wir uns mit Tom, unserem Futterlieferanten getroffen. Er versprach uns, an dem Preis für das Futter für Spirit noch etwas „zu drehen“; die Tüten sind dann nur nicht mehr beschriftet, aber das ist ja egal, solange das gleiche Futter drin ist, was er auch nach Cakovec liefert. Er ist ein sehr sehr netter Mensch und großer Tierschützer, der alle freilaufenden Katzen rund um sein Büro und Zuhause in Zagreb einfängt und auf seine Kosten sterilisieren lässt.
Tom war dann so nett, uns am nächsten Vormittag zum Flughafen zu fahren, von wo auch wir mit Tarzan die Heimreise angetreten haben.
Zuhause angekommen hatten wir noch einen langen Abend, an dem wir die Ereignisse Revue passieren lassen konnten, versorgt mit leckerem Essen von Jochen – Danke an dieser Stelle!
Der Aufenthalt in Cakovec hat uns gezeigt, wie viel wir durch unsere kontinuierliche Hilfe im vergangenen Jahr erreicht haben. Wir waren froh, uns nützlich machen zu können.
Unsere Hilfe darf aber nicht aufhören, weil sich die Zustände sonst wieder verschlechtern würden. Gerade im bald beginnenden Winter ist es wichtig, dass die dort lebenden Fellnasen und Samtpfoten mit gutem Futter versorgt werden, um den Winter zu überstehen.
Den Tieren bei Lily und Branko geht es gut, besser ginge es ihnen natürlich, sie würden ein eigenes Zuhause finden.
Im Tierheim Spirit müssen wir dringend helfen. Wir müssen, zusammen mit Edith Illmaier, ihrem Freund und Monica, dafür sorgen, dass auch diese Tiere gut versorgt und medizinisch betreut werden. Edith Illmaier arbeitet mit ihrem Freund in ihrer Freizeit dort viel und übernimmt jede Menge Tierarztkosten. Das alleine reicht aber nicht aus. Wir sind hier alle gefragt, zu helfen.
Dringend benötigt werden dort Floh- und Zeckenmittel, weil die Parasiten die Hunde dort fast auffressen!
Branko ist nach unserem telefonischen Bericht am nächsten Tag sofort dorthin gefahren und hat Futter vorbeigebracht – ein wirklich wahrer Tierfreund.
Wir werden alles daran setzen, auch dort aus diesem „Tierheim“ ein halbwegs schönes Zuhause für die dort lebenden Fellnasen zu machen.
Der kleine süße Tarzan:

Reisebericht unserer Hilfsgüterfahrt nach Kroatien Juni 2010
Von Blieskastel starteten wir gegen 18.30 Uhr mit unserem, mit Sachspenden voll bepackten PKW, nach Trier. Dort konnten wir den Spendenransporter übernehmen, den Kathi, Bea und Guy schon bis unters Dach mit Futter u. Sachspenden voll bepackt hatten. Nachdem wir noch schnell unser Auto geparkt und umgeladen hatten, konnten wir gegen 21.00Uhr starten.
Die Fahrt durch u. a. unzählige Tunnel verlief problemlos, es gab wenig Verkehr. Viel zu früh warteten wir am Treffpunkt auf Branko u. stärkten uns erst einmal mit einem guten Kaffee. Nach ca.einer Stunde holten uns Branko u. Ivana ab. Die Freude von Branko war groß, als die vielen dringend benötigten Sachspenden und das Futter ausgeladen wurden. Er bedankte sich immer wieder.
Im Tierheim hörten wir schon von Weitem die Hunde. Aufgeregt bellten sie uns Fremde an. Jeder schien zu rufen - Nehmt uns mit! - Es war ziemlich emotional.
Das Tierheim selbst erschien uns wie eine große Baustelle. Stolz führte uns Branko durch Prijatelji und zeigte uns die Fortschritte dort u. erklärte uns, was als nächstes ansteht. Branko u. seine wenigen fleißigen Helfer leisten wirklich unglaublich viel, Respekt!
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Danach stärkten wir uns erst einmal mit einem leckeren Mittagessen mit Branko, Lilly u. Ivana.
Zurück im Tierheim legte mein Partner erst einmal eine Schlafpause ein und ich begann eine Tour durch alle Hundezwinger zum Streicheln u. Leckerlie verteilen. Viele der lieben Fellnasen waren mehr an der Zuwendung u. am Knuddeln interessiert, als an den Leckerlies. Einer drängte den anderen weg, um ja auch genug Streicheleinheiten zu bekommen. Selbst die kleinen, dünnen Kätzchen drängten sich ganz dicht an den Zaun. Irgendwann konnte ich nicht mehr u. setzte mich nur noch weinend in den Welpenzwinger. Am liebsten hätte ich sie alle mitgenommen.....
Der kleine Sumo u. seine Welpenfreunde leckten mir die Tränen aus dem Gesicht u. so konnte ich dann nach einiger Zeit und voller Hundesabber, weitere Leckerlies verteilen u. unserem Bozz ein schönes Hundebett u. einen kl. Fussball übergeben. Voll Freude spielte Bozz mit dem Fussball u. nahm sein schönes Bett in Besitz.
Gegen 21.00 Uhr, nach leckerem Kaffee u. emotionsgeladenem Abschied von Branko, Lilly u. Ivana, stateten wir die Rückfahrt.
10 Fellnasen durften mit uns nach Deutschland fahren. Nach 2 Pausen und fast leerer Autobahn konnten wir bei Sonnenaufgang in Walldorf die ersten 2 Hunde ihren neuen Familien übergeben. Ben Njufi hatte die ganze Fahrt tief und fest geschlafen u. sprang alle erst mal an, als er voll Freude aus seiner Box sprang. So hinterlies er auch an Michael ein bleibendes Andenken seiner riesigen Neufundländertatze.
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In Kaiserslautern durften dann die nächsten 3 Hunde zu ihren neuen Pflegestellenmamas ins Auto umsteigen und weiter ging es nach Trier. Dort wurden wir auch schon voller Spannung erwartet u. von ihren neuen Familien begrüßt.
Gegen Mittag konnten wir uns dann zu Hause von der anstrengenden Fahrt erholen und unsere Eindrücke verarbeiten.
Wir freuen uns schon auf unsere Fahrt nach Prijatelji im nächsten Jahr, hat es uns doch gezeigt, wie wichtig unsere Hilfe für die Fellnasen dort ist und wie sehr wir ALLE von ihnen gebraucht werden! Wir werden die flehenden Augen von Prijatelji nie mehr vergessen!
Mai 2010
Reisebericht unserer Hilfsgüterfahrt nach Kroatien Mai 2010
Manuela Lahmers
Nach einem gemütlichen Kaffee bei Kathi sind Nicole und ich gegen 22 Uhr in Trier, mit einem bis zum Rand geladenen Transporter voller Spenden, losgefahren!
Die Fahrt bis nach Slowenien verlief reibungslos, nur der immer stärker werdende Regen versprach uns ein nasses Wochenende.
Morgens um 10 Uhr kamen wir dann am Treffpunkt an, an dem uns wenig später Branko abholte, damit nun die Spenden ausgeladen werden konnten.
Nach getaner Arbeit gönnten wir uns tropfnass erst mal wohlverdient einen Kaffe in dem am Tierheim gelegenen kleinen Bistro, um dann gestärkt das Tierheim zu betreten!
Ich kann nur sagen.... unglaublich !!!
Ich war das erste mal im Tierheim direkt und meine Gefühle überschlugen sich!
Trotz strömendem Regen liesen wir es uns nicht nehmen jeden der fast 300 Hunde zu begrüssen und Branko führte uns selbst in die kleinsten Winkel, er zeigte uns alles!
Stolz präsentierte er uns was dank der Spenden bereits verbessert werden konnte und wir waren sehr beeindruckt von dessen Leistung!
So viele Hunde zu versorgen und noch die Umbauten am Objekt...
aber Branko lächelte und erzählte munter was er als nächstes plane! Hochachtung !!!
Nachdem wir dann mit Lily und Branko im Büro den weiteren Ablauf besprochen hatten, fürhrte uns Branko zu einem auf dem Grundstück liegenden kleinen Häuschen, indem wir nun ein paar Stunden Schlaf finden konnten!
Auch hier erwarteten uns zur Begrüssung wieder Hunde und wir waren wieder mit streicheln beschäftigt ehe wir zur Ruhe kamen.
Gegen 16 Uhr, etwas erholt, ging es nun mit Branko und Lily und Irvana ins nahe gelegene Hotel, wo wir uns noch die Bäuche voll schlugen, denn nun hieß es wieder Abschied nehmen!
Wir verschafften den Hunden, die bereit zur Abreise waren nochmal etwas Bewegung und traten nachdem wir die Boxen gesichert und die Hunde mit Wasser versorgt hatten, die Heimreise an!
In Österreich dann der erste Stopp, damit jeder Hund sein Geschäft erledigen konnte und dann durch bis nach Walldorf wo uns Thyson's neues Frauchen schon sehnsüchtig mit heissem Kaffee erwartete.
Auch hier durfte jeder nochmal aus seiner Box und nach einer herzlichen Verabschiedung ging es weiter nach Trier!
Um 8 Uhr am Sonntag morgen wurden wir freudig erwartet und nach der langen Reise durften nun 7 Hunde und 1 Katze sich endlich auf ein Zuhause freuen!
Mein zweiter Transport in diesem Jahr und ich freue mich auf die nächste Fahrt, immer mehr komm ich zu der Überzeugung Teil von etwas Besonderem zu sein und hoffe, dass Tierwald weiterhin unterstützt wird und noch vielen Tieren ein besseres Leben verschafft werden kann!
Liebe Grüsse
Eure Manu
April 2010
Reisebericht unserer Hilfsgüterfahrt nach Kroatien vom 23. bis 25.04.2010
Margit Boß und Janny Müller
Hilfsgüterfahrt ins Tierheim Prijatelji – 23. bis 25.04.2010
Der große Umfang an Spenden ermöglichte es uns, für unsere Hilfsgüterfahrt April 2010 am Donnerstagabend, 22.04.2010, zwei Transporter mit Hilfsgütern zu beladen, mit denen wir – Kathi und Guy sowie Janny und Margit – uns am Freitagmorgen auf den Weg nach Čakovec/Kroatien machten. Am Abend kamen wir dort an und Lily und Branko haben sich sehr gefreut, uns wiederzusehen.
Für das Ausladen der circa zwei Tonnen Hilfsgüter hatten wir viele fleißige Helfer und Lily und Branko waren glücklich über die Menge und die Qualität der Spenden für das Tierheim Prijatelji. Mit dabei waren dieses Mal neben Futter und Textilspenden unter anderem ein Hochdruckreiniger, mehrere Katzenbäume, Staubsauger und Werkzeuge und jede Menge Hilfsmittel, Spritzen, elastische Binden. Außerdem lieferten wir wertvolles Isoliermaterial und eine Badewanne an neben Futterschüsseln, Dinge für die neu aufgestellte Küche und sogar super Schuhe für Branko und Arbeitskleidung waren dabei.
In Čakovec haben wir übernachtet und nach einem guten Frühstück den ganzen Tag im Tierheim verbracht. Es hat sich dort schon wieder viel getan, seit wir das letzte Mal dort waren. Und es gibt schon wieder viele neue Hunde.
Lily und Branko waren beim Abschied von den Tieren, die wir mitnahmen, wie immer sehr gerührt. Auch wenn sie wissen, dass die Tiere es hier in Deutschland gut antreffen, können sie sich dennoch nur schweren Herzens trennen.
Am Nachmittag ging es dann mit 13 Hunden und einer Katze zurück Richtung Heimat. Wir haben uns noch in Slowenien in Pjtui mit Edith Illmaier getroffen, um auch aus dem Tierheim in der Nähe von Zagreb vier Hunde mitzunehmen.
In Slowenien kamen wir in eine allgemeine Verkehrskontrolle, doch da alles in Ordnung war, konnten wir bald weiterfahren. Danach ging es zügig und mit entsprechenden Pausen für uns und die Tiere Richtung Deutschland, wo wir an verschiedenen Orten die Fellnasen und die Samtpfote ihren neuen Menschen übergeben konnten.
Nach unserem Stop in Walldorf haben wir in Upstadt-Weiher bei Marlies noch 900 kg Futter eingeladen für die nächste Tour. Wir danken Marlies für ihre Hilfe beim Ausführen der Hunde dort und für ihren leckeren Kuchen, den wir sehr genossen haben.
Es war wieder eine anstrengende aber sehr bewegende Fahrt. Wir haben wieder fröhliche, aufgeregte, nette Menschen kennengelernt, als sie ihre Fellnasen in Empfang nehmen konnten und freuen uns auf die kommenden Bilder und Berichte der Süßen, die ein schönes Zuhause gefunden haben.
Danke an alle Beteiligten für die reibungslose Organisation, die lieben Worte und das „Daumen drücken", dass alles klappt.
Im Tierheim Prijatelji wurden wir darin bestärkt, dass wir wirklich wichtige Hilfe dort leisten. Es ist von Mal zu Mal mehr geschafft worden, es geht mit riesigen Schritten voran und wir freuen uns schon auf unsere nächste Fahrt dorthin. Es war wieder anstrengend aber absolut lohnend, diese Fahrt unternommen zu haben.
Wir sind hochmotiviert und werden nicht müde, dort zu helfen, weil unsere Hilfe dort wirklich gebraucht wird und ankommt!
März 2010
Reisebericht unserer Hilfsgüterfahrt nach Kroatien vom 19. bis 21.03.2010
Margit Boß und Janny Müller
Die Fahrt verlief problemlos und wir landete am frühen Samstag morgen gegen 6:00 Uhr bei Familie Sprenger in Graz, wo uns ein üppiges Frühstück erwartete. Von dort ging die Fahrt weiter nach Slovenien, wo wir uns an der Grenze zu Kroatien mit Branko, Lily und Irvana trafen, die sehr glücklich über das baldige Wiedersehen waren.
Wir luden alle gemeinsam den Inhalt unseres Transporters aus und fuhren dann ins Tierheim.
Branko zeigte uns voller Stolz, was er in den letzten vier Wochen seit unserem letzten Aufenthalt alles geschafft hat: Die von uns gespendeten Fliesen wurden schon zum großen Teil verarbeitet, in dem neue Quarantäne-Boxen geschaffen wurden, die Toilette und die Dusche sind auch schon fertig. Außerdem hat er das Grundstück aufgeräumt und eine Schneise geschaffen, wodurch die Zwinger vergrößert werden sollen.
Auch besuchten wir mit ihm gemeinsam alle Hunde des Tierheims und machten Filmaufnahmen von Happy und Emino, zwei unserer Patenhunde. Filmaufnahmen von den anderen drei Patenhunden haben wir leider dieses Mal nicht mehr geschafft. Auch das Katzenhaus haben wir dieses Mal gefilmt.
Wir haben uns auch mit den Hunden befasst, die uns auf der Rückfahrt begleiten sollten, damit diese unsere Stimmen und unseren Geruch schon einmal kennen lernen konnten.
Dann haben wir uns ein paar Stunden aufs Ohr gelegt, weil wir aus verschiedenen Gründen die Rückreise wieder nachts antreten wollten. Dies zum einen deshalb, weil die Hunde nachts ihren natürlichen Schlafrhythmus haben und die Fahrt weniger Stress für sie bedeutet; zum anderen weil wir alle Tiere unbedingt bei Tageslicht ihren neuen Besitzern übergeben wollten. Auch dies ist weniger Stress für die Tiere, als wenn sie in Dunkelheit übergeben werden.
Die Größe unseres Fahrzeugs erlaubte uns, die Boxen so anzuordnen, dass wir einen Gang hatten, um bei Bedarf an jede einzelne Box sofort heranzukommen.
Die Rückfahrt verlief ebenfalls problemlos, wir haben alle Hunde zweimal aus ihren Boxen gelassen, die jeweiligen Boxen bei Bedarf gesäubert und mit neuen Handtüchern ausgelegt und uns auch selbst die eine oder andere Pause gegönnt. Zwischendurch haben wir außerdem noch mehrmals kontrolliert, ob alle Hunde ausreichend Wasser hatten. Wir hatten es ja schon von anderen Fahrern gehört und waren dennoch erstaunt, dass man während der ganzen Fahrt nicht einen einzigen Ton von den Hunden hörte, lediglich die Katze hat ganze zweimal kurz miaut. Es ist, als wüssten die Tiere, dass sie in ein besseres Leben gefahren werden.
Bei unserer Ankunft in Walldorf wurden wir freudig empfangen. In Walldorf haben wir sechs der Hunde ihren neuen Besitzern übergeben und auch alle übrigen Hunde aus ihren Boxen gelassen, damit sie sich noch einmal erleichtern konnten. Außerdem haben wir dann die Boxen der Hunde sauber gemacht, die nicht mehr benutzt wurden. Danach durften wir die leckeren Kuchen von Marlies genießen (Danke liebe Marlies) und es gab außerdem Kaffee soviel wir wollten. So gestärkt machten wir uns, zusätzlich bepackt mit Spenden, auf unsere letzte Etappe nach Trier, wo wir gegen Mittag ankamen.Auch dort warteten alle aufgeregt und freudig auf ihre Fellnasen und die Samtpfote.
Die Fahrt war anstrengend - ohne Frage. Aber wir hatten auf der gesamten Fahrt immer super gute Laune. Das Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles und Wichtiges vollbracht zu haben, gab uns eine Menge Adrenalin und wir freuen uns schon jetzt auf unsere mächste Fahrt.
Herzlich bedanken wir uns bei der Trierer Gruppe (Kathi, Jenny, Nadine, Bea und Guy) für das Beladen des Transporters, für die moralische telefonische Unterstützung zwischendurch, für die nette Begrüßung und die gesamte Organisation, den schönen Abschlussabend und die Gastfreundschaft in Trier.
Wir sind super stolz, diesem tollen Verein anzugehören.
Hier unsere Reisefotos:
Reisebericht Kroatien vom 09. bis 14.02.2010
von Margit Boß und Janny Müller
Das von uns betreute Tierheim Prijatelji liegt in Čakovec in Nordkroatien, nicht weit hinter der slowenischen Grenze.
Es wird geleitet von dem Verein Prijatelji (das heißt Freunde). Bei dem Verein handelt es sich um einen Non-Profit-Verein, ähnlich wie unsere Organisation.
Leiterin des Vereins Prijatelji und damit des Tierheims ist Lily. Sie wird unter-stützt von ihrem Ehemann Branko. Außerdem arbeiten dort auf Lohnbasis Mario für monatlich 600,00 Euro und mehrere freiwillige Helfer, die dies ehrenamtlich machen und kein Geld dafür beziehen.
Bestandsaufnahme Prijatelji
Mario und Branko arbeiten ganztägig in der Anlage. Sie werden vormittags von einem jungen Mädchen unterstützt. Aufgrund dieser personell sehr engen Situ-ation ist es leider nur möglich, die Zwinger alle zwei Tage zu reinigen.
Die Böden der Zwinger sind betoniert und die meisten sind überdacht. Die Böden der Freigehege sind mit Kies belegt, der alle paar Monate vollkommen erneuert wird.
Auf dem Boden der Zwinger liegen Sägespäne, in den Hütten ist Stroh. Alle zwei Tage werden die Sägespäne mit Kot und Urin sowie das Stroh aus den Hütten und den Gehegen beseitigt und erneuert.
Alle Zwinger und Freigehege sind - dank unseres Hüttenprojekts - nun mit aus-reichend vielen Hütten ausgestattet. Ein Teil der von uns vor Ort mit Michael Sprenger noch zusammengebauten 18 Doppelhütten dient derzeit als Reserve.
Nach der neuesten Gesetzeslage muss in Kroatien eine bestimmte Anzahl von Quadratmetern pro Hund zur Verfügung stehen. Diese Vorschrift wird dort aber schon immer eingehalten.
Während unseres Aufenthalts fand eine örtliche Inspektion von vier Beamten statt. Sie begutachteten das gesamte Tierheim und äußerten sich sehr zufrieden über den Zustand des Tierheims und über den Zustand der Hunde. Ab diesem Jahr finden solche Inspektionen monatlich statt - eine Maßnahme, die von der Tierheimleitung ausdrücklich begrüßt wird.
Die Tierheimleitung muss bis Ende Februar einen Plan erstellen über das zu-künftige endgültige Ausmaß der Tierheim-Anlage.
Zurzeit verläuft mitten durch die Anlage eine schmale Straße, die zu Firmen in dem dortigen Industriegebiet führt. Das hat zur Folge, dass diese auch nachts von Passanten, Fahrradfahrern und ab und zu auch von Autos frequentiert wird. Jedes Mal werden die Hunde dadurch in Aufregung versetzt. Da es aufgrund der personellen und sonstigen Situation keine Nachtwache geben kann, kann es un-ter diesem Stress bei den Hunden vereinzelt zu Beißereien untereinander kom-men. Dies kann aber nicht häufig der Fall sein. Nach dem was wir gesehen ha-ben, hatten nur zwei Hunde jeweils eine kleine Bisswunde, die von Mario mit An-tibiotika behandelt wurde, damit sie sich nicht infiziert. Nach Marios Aussage wird in solchen Fällen erst dann der Tierarzt konsultiert, wenn Wunden schlecht heilen oder sich infiziert haben.
Die dort verlaufende Straße soll aber zukünftig geschlossen werden, so dass nur Mitglieder des Tierheims dort durchkönnen. Dann haben die Hunde auch mehr Ruhe!
Es leben in dem Tierheim derzeit circa 300 Hunde und gut 20 Katzen
Unterbringung der Hunde
Die Hunde leben zu einem großen Teil in Doppelzwingern und ein Teil lebt in unterschiedlich großen Gehegen mit bis zu sechs Hunden. Nur zwei Hunde, die mit anderen Hunden (aber nicht Menschen) unverträglich sind, waren alleine in ihren Zwingern.
Die Hunde, die in den Zweierzwingern leben, wechseln hin und wieder auch in ein Gehege und umgekehrt.
Nach unserer Beobachtung haben alle diese Hunde ein sehr gutes Sozialverhal-ten untereinander. Alle Hunde freuten sich über den Kontakt zu Menschen, auch über uns, obwohl wir den Hunden fremd waren.
Wir konnten in alle Zwinger (bis auf zwei) hineingehen, ohne dass wir Angst ha-ben mussten, angegriffen oder attackiert zu werden. Im Gegenteil: Alle Hunde genossen die Streicheleinheiten sehr! Selbst bei der Futterverteilung, bei der Ines geholfen hat, konnte sie ohne Bedenken in alle Zwinger und Gehege (bis auf zwei) mit Mario hineingehen!
Alle Hunde genießen den Sozialkontakt zu Branko, Mario, Irvana, Lily, David und Mirna. Branko und Mario werden voll als „Rudelführer“ akzeptiert; wenn es mal eine Rivalität unter den Hunden gibt, genügt von Beiden ein Ruf aus der Ferne und gut ist es.
Beba, der Hund von Margit, ist bis vor einem Jahr in diesem Tierheim gewesen. Sie hat sich riesig gefreut, Branko und Mario wiederzusehen. Sie hatte weder Angst, mit uns im Tierheim zu sein, noch vor irgendwelchen Menschen und Hun-den dort.
Zwischenfälle gab es während unserer Anwesenheit nur einen: Ein Hund hatte sich ein Loch in den Zaun vom Nachbargehege gebissen und steckte seinen Kopf dadurch. Als er fest hing, stürzten fünf Hunde auf ihn zu - eine Situation, die von Mario und Ines sofort geklärt werden konnte, ohne schlimme Folgen.
Dank unseres Futterprojektes ist es jetzt möglich, dass die Hunde an zwei Tagen in der Woche das gute Trockenfutter erhalten können, so dass sie alle Vitamine und Spurenelemente an diesen beiden Tagen bekommen. An einem dritten Tag erhalten sie frische Knochen vom Metzger und an den weiteren vier Tagen pro Woche bekommen sie Gekochtes aus den Abfällen von Fleischereien, Bäckereien und Restaurants, angereichert mit Hühnerpaste und Nudeln. Alles Futter, auch die frischen Knochen werden immer so reichlich in vielen Näpfen zur Verfügung gestellt, dass die Hunde nicht um das Futter streiten müssen und dies auch nicht tun! Einige Hunde sind zurzeit sogar etwas übergewichtig, was nach Mei-nung von Mario und Branko nach dem Winter sich auch wieder abbaut.
Fast alle Hunde in dem Tierheim sind nach unserer Beobachtung in einem er-staunlich guten Gesundheitszustand. Keiner der Hunde wirkte ungepflegt oder krank. Wenn die Zeit bleibt, werden die langhaarigen Hunde auch gebürstet.
Informationen zu einzelnen Hunden:
Happy:
Happy leidet unter einer Störung, die aber keine Epilepsie ist. Er befindet sich in einem Gehege mit fünf anderen Hunden. Wenn Fremde an den Zaun kommen, verschwindet er in seine Hütte und schaut von dort. Allerdings ließ er sich immer herauslocken, wenn man sich hinhockte. Wenn Happy z. B. Stress hat, kommt die Störung zu Tage. Margit hat erlebt, als er außerhalb seiner Hütte war, dass er angeknurrt wurde und schon rannte er völlig kopflos im Gehege herum. Er beru-higte sich aber bald und zog sich wieder zurück. Wir sind nicht sicher, dass man ermitteln kann, was genau er hat. Er hat Stress mit fremden Menschen und oft auch mit Hunden, weil er sich so unsicher zeigt. Ein Festplatz oder auf einer Pflegestelle, auf der er Einzelhund wäre und auf der er lernen könnte, seine Ängste zu bewältigen, wäre ideal für ihn. Erst unter solchen Bedingungen könnte man sehen, ob sich die Störung zurückbildet. Wir haben Happy nur mit lieben Worten getröstet, ihn anzufassen, wäre zuviel für ihn gewesen. In einer Umge-bung, in der er sich sicher fühlt, hätten wir dies tun können, aber dort leider nicht.
Vielleicht gelingt es, bei unserem nächsten längeren Aufenthalt in Čakovec, ihn zu separieren und mit Menschen zusammenzubringen, damit er Vertrauen fassen kann. Dann wird sich vielleicht zeigen, ob die Störung nur mit Stress zusam¬menhängt. Dies haben wir uns für unsere kommende "Hilfswoche" fest vorge¬nommen.
Grizli:
Grizli war uns aufgrund der Fotos schon hier in Deutschland aufgefallen. Als Grizli ins Tierheim kam, wies sein Körper zahlreiche Wunden auf, so dass wir den Verdacht eines größeren Hautproblems hatten. Bei unserer Ankunft war seine Behandlung bereits abgeschlossen und alle Wunden waren verheilt (es handelte sich um eine bakterielle Hautinfektion). Nur das an diesen Stellen abrasierte Fell muss noch nachwachsen. Grizli konnte mit der parallel zu unserem Aufenthalt stattfindenden Hilfsgüterfahrt nach Deutschland ausreisen und hat hier eine tolle Endstelle gefunden.
Es lebten zwei Hunde in Einzelgehegen. Das hängt mit den Vorschriften zusam-men, wonach neu hinzugekommene Hunde sechs Tagen separat von den anderen gehalten werden müssen, um deren gesundheitliche Verfassung zu beobachten. Bevor sie dann zu den anderen Hunden kommen, werden sie außerdem noch dem Tierarzt vorgestellt.
Es gibt derzeit in dem Tierheim weder Parvovirose, noch sonstige ansteckende Krankheiten.
Das einzige Problem ist, wenn im Tierheim trächtige Hündinnen aufgenommen werden, die nicht geimpft sind. Dann haben die Welpen bei der Geburt ein zu schwaches Immunsystem, um zu überleben. Dadurch kam es in den letzten Wo-chen zu einem vermehrten Welpensterben. Dank des Serums, das wir dem Tier-arzt in der Tierklinik, die das Tierheim betreut, vor Ort übergeben konnten (Tier-waldspende) hoffen wir, dieses Welpensterben in Zukunft zu verhindern. Die Menge des von uns übergebenen Serums reicht für 60 Behandlungen und wir werden versuchen, dieses auch weiterhin zu besorgen.
Nach Operationen oder bei auftretenden Krankheiten kommen die Hunde in die vorhandene, sehr schön ausgebaute (mit Freilauf) Quarantäne-Station, bis sie wieder zu den anderen dürfen.
Die Welpen leben in großen, überdachten, mit Sägespänen, Hütten und Decken ausgestatteten Gehegen, die durch Bretterverschläge windgeschützt sind. Bei Be-darf kann dort jederzeit ein Heizstrahler für Wärme sorgen.
Das Katzenhaus
Das Katzenhaus ist in die Anlage des Tierheims integriert, es ist durch hohe Zäune und ein Zaundach und durch einen Gang von den Hundezwingern und Hundegehegen getrennt.
Die Katzen haben ein schönes großes Katzenhaus, in dem jede Menge Rück-zugsmöglichkeiten für die Samtpfoten geschaffen wurden. Es gibt mehr Katzen-körbe, Rückzugsmöglichkeiten und Liegen, die in verschiedenen Etagen angeord-net sind, als es Katzen gibt, so dass jede die Wahl zwischen den Schlaf- und Ru-heplätzen hat. Die Samtpfoten haben die Möglichkeit, jederzeit nach draußen und wieder hinein zu kommen. Sowohl im Katzenhaus selber als auch draußen befinden sich jede Menge Kletter- und Kratzmöglichkeiten. Um die dort lebenden Samtpfoten (gut 20) kümmern sich hauptsächlich Lily und Mirna.
Bei den Katzen hatten wir (zuvor hier in Deutschland) den Verdacht, dass einige entzündete Augen haben. Dies waren jedoch die Katzen von Sania.
Branko hatte vor einiger Zeit eine Frau (Sania) auf 20 qm lebend mit 42 Katzen und 15 Hunden aufgefunden und sie im Tierheim untergebracht. Sie wollte dort gegen freie Kost und Logis helfen. Da sie aber nicht wollte, dass nur eine ihrer Katzen vermittelt wurde, ist sie wieder ausgezogen und hat 41 ihrer Katzen und 2 ihrer Hunde wieder mitgenommen. Die 42. Katze ist sehr krank und wird in der Tierklinik vor Ort behandelt.
Die Katzen werden vor ihrer Ausreise separat untergebracht. Zukünftig werden alle Katzen auf FELV und FIV getestet und entsprechend geimpft. Leider ist es durch diese Behandlung notwendig, die Schutzgebühr für die Samtpfoten zu er-höhen.
Die Hunde können aufgrund des derzeit herrschenden Platzmangels vor der Ausreise nicht separiert werden. Es wird aber zukünftig (vor allem in der wärmeren Jahreszeit) noch besser darauf geachtet werden, dass sie rechtzeitig vorher gegen Parasiten behandelt werden. Zur Zeit hat kein Hund Flöhe oder sonstige Para-siten.
Auch der Impfplan wurde noch einmal ausführlich besprochen, an den sich Branko und Lily aber schon immer halten. Eine Wurmkur wird vor der Ausreise immer durchgeführt, kann aber unter Umständen nicht nachhaltig sein, weil die Hunde noch bis zur Abreise Kontakt zu ihrer Umgebung haben. Auf diese Beson-derheit weisen wir bei den Vorkontrollen sowie in unseren Pflege- und Schutz-verträgen immer noch einmal ausführlich hin und verpflichten die Übernehmer dazu, diese Wurmkuren bei Ankunft im Deutschland zu wiederholen. Außerdem sprechen wir immer unsere Empfehlung aus - besonders in der wärmeren Jah-reszeit - dass die zukünftigen Pflege- oder Endstellen bei Abholung der Hunde diesen prophylaktisch ein Scalibor-Halsband anziehen, welches nicht nur gegen Zecken und Flöhe, sondern auch gegen Milben wirkt.
Medizinische Versorgung
Während des Aufenhalts in Čakovec haben Kathi, Margit und Janny auch die Tierklinik besucht und mit den behandelnden Ärzten ausführlich gesprochen. Die Tierklinik ist absolut modern und diagnostisch auf dem neuesten Stand. Wir wurden durch die gesamte Klinik geführt, uns wurde alles bis in Detail geklärt und auch der von Tierwald besorgte OP-Tisch ist dort vorhanden und wird ge-nutzt.
Alle gespendeten Medikamente und Zubehör (Spritzen, Verbandsmaterial etc.) werden in eigens für Prijatelji frei gemachten Schränken verwahrt und auch nur für die Tiere verwendet, die aus dem Tierheim sind. Dadurch ist es möglich, die Be¬handlungskosten stark zu senken. Wichtig für die Zukunft ist, weiter hochwertige Tiermedizin nach Čakovec zu bringen.
Bei den Behandlungs- und Kastrationskosten wurden super tolle Preise ausgehandelt. Dadurch ist es nicht vonnöten, eine Alternative zu suchen (die es vor Ort sowieso nicht gibt). Die Ärzte sind sehr freundlich und tierlieb und dem Tierheim gegenüber sehr gut gesonnen.
Benötigte Baumaterialien
Vieles ist in Čakovec im Bau befindlich. Derzeit sind eine separate Toilette sowie eine Waschgelegenheit im Bau. Von dem zukünftigen Gäste-Haus ist das Dach noch nicht eingedeckt und der Innenausbau noch nicht geschaffen. Für den In-nenausbau werden noch jede Mengen Fliesen benötigt. Durch eine große Privat-spende der vor Ort weilenden Tierwald-Mitglieder wurde dafür gesorgt, dass Lily und Branko alle noch benötigten Fliesen vor Ort bekamen. Darüber waren Lily, Branko, Mario, Irvana, Mirna und David überglücklich!
Benötigt werden noch einige Fenster, Türen sowie Heizkörper, Kleinmaterialien und Werkzeuge. Im Tierheim ist derzeit ein junger Fliesenleger, der alle Fliesen-arbeiten ehrenamtlich (und sehr gut) ausführt. Sobald es wärmer wird, wird Michael Sprenger (ein treuer Freund und Unterstützer des Tierheims aus Öster-reich) mit zwei Freunden (Fliesenleger) vor Ort helfen, die gekauften Fliesen zu verlegen.
Bei unserer Hilfsgüter-Fahrt im März werden wir Branko eine weitere Privat-spende da lassen, damit er sich eine gebrauchte Küche kaufen kann. Durch eine Spende haben wir eine super tolle Mikrowelle bekommen.
Im Laufe der Woche kam Michael Sprenger mit seinem Wohnmobil aus Öster¬reich angereist, an das ein großer Anhänger vollbepackt mit dem zugeschnittenen Holz für weitere 36 Hundehütten war. Gemeinsam mit ihm bauten wir vor Ort diese Hütten zusammen und schnitten Gummimatten zu, die als zusätzliche Iso¬lierung auf das Dach kamen. Zum Schluss brachten wir die wunderschön von Marlies Stricker gestalteten Schilder der Hüttenspender an.
Spenden
Unsere Spenden kommen zu 100 % im Tierheim bei Lily und Branko an. Branko war vom letzten Hilfsgüter-Transport wieder hellauf begeistert von den tollen gu-ten Sachen, die gespendet worden waren.
Alle zwei Wochen gehen Lily und Irvana auf einen Flohmarkt. Dort werden be-sonders gute Halsbänder, Leinen und Geschirre verkauft. Das dafür eingenom-mene Geld kommt auch wieder zu 100 % den Tieren zu Gute. Davon werden Dinge gekauft, die dringender benötigt werden, als Lederhalsbänder und Ge-schirre. Dennoch sollten wir weiter auch diese Dinge spenden, damit die Mög-lichkeit vor Ort besteht, auch Bargelder einzunehmen, die aber wiederum den Tieren zu Gute kommt. Lily führt hierüber ein Spendenbuch, in dem alle Ein-nahmen und deren Verwendung notiert werden und das wir eingesehen haben.
Darüber hinaus führt Lily auch noch ein Tagebuch, in dem alle Besuche, besondere Ereignisse usw. aufgelistet werden.
Es gibt ein drittes Buch bei Lily im Büro, in dem alle Hunde und Katzen mit Foto aufgeführt sind, es steht dort, wann die Tiere in welchem Zustand ins Tierheim gekommen sind und es wird Buch geführt über deren Verbleib. Lily führt ihre Bücher sehr penibel und konnte uns alle Fragen genauestens mit Daten etc. beantworten. Wir ziehen unseren Hut vor soviel Akribie und Genauigkeit!
Wir sollten bei allem nicht vergessen, dass es sich bei Lily um die Vorsitzende des Vereins Prijatelji, Kroatien, handelt, die Rechenschaft auch ihrem Verein gegen-über ablegen muss.
Nach unserer Abreise am 20.02.2010 bekamen alle im Tierheim lebenden Hunde die jährliche Schutzimpfung. Lily und Branko achten sehr genau darauf, dass der Impfplan genauestens eingehalten wird.
Weitere persönliche Eindrücke und Erlebnisse:
Einen Hunde-Ausführplan wie in Deutschen Tierheimen üblich, gibt es vor Ort zwar nicht, aber wir konnten beobachten, wie z. B. Mirna regelmäßig den einen oder anderen Hund spazieren führte. Auch wir haben mit dem einen oder ande-ren Hund das Tierheim-Gelände verlassen, damit sie einmal eine andere Umge-bung kennen lernten.
Außerdem hat jeder, wirklich jeder, der dort lebenden Fellnasen ein Leckerlie von uns bekommen und wir haben sie so oft es ging beschmust und gestreichelt. Auch bei Branko und Mario konnten wir beobachten, dass sie niemals zu den Hunden gehen, ohne sie liebevoll anzusprechen und zu knuddeln und zu strei-cheln.
Branko sagte uns, dass alleine unsere Beschäftigung mit den Hunden ihm schon eine große Hilfe war - abgesehen von dem, was wir sonst noch getan haben.
Bei unseren gemeinsamen Abendessen waren immer Branko, Lily, Irvana und Michael Sprenger dabei (letzterer an den letzten beiden Abenden). Wir konnten bei dieser Gelegenheit neben dem Essen auch noch Vieles besprechen.
An einem dieser Abende bekam Branko einen Notruf, dass ein weißer Pudel am Kreisverkehr herumirrte. Branko fuhr mit Kathi dorthin, den Hund zu suchen (mit Auto und zu Fuß), was leider nicht gelungen ist. Branko war jedoch hellauf begeistert von der Ausdauerläuferin Kathi.
Außerdem war Branko mit Kathi und Janny in einem Tierheim, das circa 20 km von Čakovec entfernt ist. Er bringt dort auch Restaurant-Abfälle hin, die er nicht braucht.
Wir haben mit den zuständigen Damen dort vereinbart, dass sie sich an Branko halten, wenn sie Textilspenden und ähnliches benötigen und Branko dann ent-scheidet, was er ihnen geben kann.
Auch hier wäre unser Futterprojekt sehr hilfreich. Wenn dies erst einmal richtig läuft, können wir auch den dort lebenden 300 Hunden helfen, satt zu werden.
Unsere anfänglichen Befürchtungen, wir könnten mit unseren Fragen und Be-sichtigungswünschen die dortigen Mitarbeiter von der Arbeit abhalten, haben sich in Luft aufgelöst. Wir konnten sowohl Branko als auch Lily sehr unterstüt-zen. Da wir uns auch frei bewegen konnten, mussten die Mitarbeiter nicht stän-dig an unserer Seite sein.
Hier sei noch erwähnt, dass Ines, die nicht zu unserem Verein gehört aber mit-gefahren ist, morgens bereits vor dem Frühstück im Tierheim war und Mario bei der Fütterung, dem Sauberhalten der Zwinger und Freigehege sehr unterstützt hat. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals dafür.
Alle Mitarbeiter des Tierheims waren stolz und glücklich, dass wir fast eine Woche vor Ort waren, um mit anzupacken und um wichtige Dinge zu besprechen. Sie waren außerdem - völlig zu Recht - stolz darauf, uns die Fortschritte im Tierheim präsentieren zu können.
Dieses Tierheim braucht unsere Unterstützung und wir sollten alle Kraft aufwen-den zu bewerkstelligen, dass es den dort lebenden Tieren in der Obhut von Lily, Branko und Mario sowie den freiwilligen Helfern weiterhin so gut geht.
Unser Fazit ist, dass dieses Tierheim wirklich sehr unterstützenswürdig ist. Der Einsatz der dort arbeitenden Menschen ist enorm.
Wir möchten diesen Bericht nicht schließen, ohne uns ganz ganz herzlich bei Lily, Branko, Mario, Irvana, David und Mirna zu bedanken. Ihr habt unsere vollste Hochachtung und wir sind stolz, mit Euch zusammenarbeiten zu können und freuen uns auf unsere nächste Woche bei Euch! Vielen lieben Dank für all das, was Ihr für die Tiere tut!!
Februar 2010 Hilfsgüterfahrt nach Kroatien von Elke und ihrem Mann
Inzwischen ist ein neuer Tag angebrochen und es ist nun 3:26 Uhr, noch 92 km bis Linz und 1km bis zur Grenze von Österreich. Wir fuhren gemütlich weiter zu unserem Ziel.

5:53 noch 177 km bis Graz und das Thermostat zeigt -9 C man alleine der Gedanke daran ließ mich frieren. Wir entschieden uns noch eine Runde zu schlafen, bis wir dann liebevoll durch das Handy geweckt wurde und Janny am Apparat fragte wo wir seien so fuhren wir wieder weiter um die letzten Kilometer hinter uns zu bringen . Wie vereinbart rief ich Branko an um ihm zu sagen das wir bald da sind.
Gegen 11:00 Uhr sagte uns Branko, das es bei ihm noch etwas dauert!! Wir warteten an unserem Treffpunkt bis Branko dann endlich um ca. 12:30 Uhr kam. Wir wurden von Branko und seinen Helfern (leider fallen mir dir Namen gerade nicht ein) herzlichst begrüßt.
Für Branko war das eine Angelegenheit, die er schon mehrere Male erlebt hat, aber wir waren voller Spannung was nun passiert. Wie werden die Tiere auf uns und wie wir auf sie reagieren. Hört sich komisch an, aber es sind „Fremde“ Fellnasen und Samtpfötchen, da schießen, zumindest mir, schon komische Gedanken durch den Kopf. Als das Auto von Branko geöffnet wurde, bekam ich Gänsehaut, leichtes Winseln und Miauen war zu hören. Es mussten ja erstmal alle Boxen aus dem Auto geholt werden, damit wir dann gemeinsam die Spenden umladen konnten. Da ging dann das große Bellen los und jeder wollte aus seiner Box. Kurz und gut, es wurde umgeladen, und wir waren erstaunt was so alles in ein Auto passt.

So gegen 13:30 Uhr konnten wir Richtung Heimat starten. Es wurden alle neuen Familien, der Fellnasen benachrichtigt, dass wir nun wieder los fuhren. Das fahren in Slowenien und Österreich war überhaupt kein Problem, dort war zwar noch alles weiß, aber die Straßen waren frei. Um 17:20 Uhr verließen wir bereits wieder Österreich! Kurz hinter der Grenzen gingen wir mit allen eine Runde, damit sie sich lösen und auch mal bewegen konnten.

Ich hätte nie gedacht, dass die Vierbeiner so brav sind, man hörte so gut wie gar nichts von ihnen. Mal ein kleines Miauen oder mal ein fiepsen und das war es Stopp, einen hörte man doch und das ziemlich laut....das war Grizzly wenn er schnarchte.....lach.
Unser erster Treffpunkt war Nürnberg, dort wurden Pinka, Beauty und Straska abgeholt. Leider mussten wir über 2 Stunden auf die Frau aus Hamburg warten. Um 00:26 am 15.2.10 konnte ich Jenny per SMS mitteilen, dass es endlich weiter geht. Allerdings mussten wir um 2:13 Uhr Raststätte Kraichgau, eine Pause einlegen, da unsere „Ladung“ unruhig wurde. Alle kamen noch mal raus und wurden mit vielen Streicheleinheiten und mit lieben Worten beruhigt. So konnten wir die letzte Strecke in Angriff nehmen. Aber leider wussten wir nicht, was uns nach ein paar Kilometern erwartet. Eine wie aus dem nichts auftauchende Nebelbank in der wir fast nur Schritt fahren konnten, zum Glück war dieser Nebel nicht zu weit ausgedehnt und nach ca. 2 km war wieder alles wie vorher. Dann wieder eine Nebelbank, wieder nur ein kurzes Stück......leider wurden wir nach dieser von etwas ganz anderem überrascht! Schnee, Schnee und nochmal Schnee und zum Teil Spiegelglatte Straßen.
Jetzt war nur noch schleichen angesagt und wir machten uns Gedanken wie lange unsere wertvolle Fracht noch so ruhig bleibt! Auch die neuen Familie, die mitten in der Nacht für ihre Vierbeiner los gefahren sind und uns am Treffpunkt sehnsüchtig erwarteten. Irgendwie fühlten wir uns plötzlich schlecht. Warum auch immer. Um 2:55 Uhr mussten wir Jenny mitteilen das wir bestimmt noch 90 min. bräuchten. Im übrigen hatten wir ständig Kontakt zu Jenny per SMS und das obwohl sie auf einer Faschingssitzung war. Vielen lieben Dank dafür.
Gegen 4:50 Uhr fuhren wir endlich auf den Parkplatz wo alle sehnsüchtig und verfroren auf uns warteten. Oh Mann, waren wir erleichtert....ohne Schrammen und Verluste, müde aber zufrieden dort angekommen zu sein.

Alle waren zufrieden und einer nach dem anderen verließ den Treffpunkt. Wir fuhren zu Jenny, wo wir unser Auto stehen hatten und verabschiedeten uns und fuhren mit Mina, Rina und Juri los.
Noch immer schneite es und die Straßen wurden auch nicht besser. Inzwischen ist es 5:30 Uhr. Bei Koblenz, wurde das Wetter schlimmer und die Starßenverhältnise entsprechend schlecht.....die Autofahrer wurden von der Straße gelotst...warum weis wohl keiner. Es ging ab auf eine Landstraße die noch schlimmer war als die Autobahn. Wir unterhielten uns noch darüber, warum man das wohl getan hat. Als wir uns entschlossen hatten, bei der nächsten Möglichkeit zu wenden und einen anderen Weg zu finden., sagte ich noch, meine Güte das ist ja glatt wie Schmierseife und wir kommen kaum vorwärts. Dieter meinte nur noch , ich mach gar nichts, weder bremse ich noch gebe ich Gas......das Auto „fährt“ alleine. Alle Bemühungen das Auto wieder unter Kontrolle zu bringen waren sinnlos. Es gleitete wie von Geisterhand angeschoben weiter und wir landetet im Acker. Glück im Unglück, obwohl der Acker ein ganzes Stück tiefer lag rutschten wir nur ein Stück. Genau so gut hätten wir uns auch überschlagen können. Aber daran wollen wir gar nicht denke. Zum Glück ist weder den 3 Fellnasen noch uns was passiert.
Leider haben wir trauriges erleben müssen, obwohl man ganz deutlich erkennen konnte, dass wir Hilfe benötigen, haben von geschätzten 35 Fahrzeugen nur 4 angehalten und gefragt ob sie helfen könnten und ein 5ter stieg sofort aus und half aktiv mit damit wir aus der Situation befreit wurden. Leider haben wir vor lauter Erleichterung und Erschöpfung es verpasst ihn zu fragen wie er heißt, aber wir haben uns tausendmal bedankt.
Nun konnten wir im Schneckentempo unser letztes Stück in Angriff nehmen. Oh man, ich kann keinen Schnee mehr sehen.......Immer und immer wieder verzögerte sich die weitere Fahrt, da entweder Ängstliche Autofahrer besser gelaufen wären oder das Streufahrzeug seine arbeite leistete. Hier mal ein dickes Lob und Danke schön an die Männer die mit Sicherheit einiges in diesen Tagen leisteten und noch leisten werden und das rund um die Uhr.
11:10 Uhr wir kommen endlich in Wiesbaden an um den knuffigen Juri an seine Pflegemama zu übergeben. Sie war hin und weg von dem kleinen Kerl, der auf der Fahrt nur gestreichelt und gekrault werden wollte. Auch an Sie ein liebes Dankeschön, sie war in Gedanken und per SMS bei uns. Nun mussten wir noch einmal ins Auto um endlich nach Hause zu kommen. Ja 11.55 Uhr wie sind zu Hause, wir haben es geschafft!! Rina und Mina waren auch froh endlich raus aus der Kiste zu kommen und mal sehen was es da zu schauen gibt.
Januar 2010 Hilfsgüterfahrt mit Manuela und Sonja..
Am Freitag Nacht um 3 Uhr war Treffpunkt bei Kathi in Trier. Nach genauen Ablauferklärungen sind Sonja und
ich dann gegen 4 Uhr los gefahren. Die Strassen waren sehr verschneit, so dass wir die ersten 200km mit Tempo 60km/h zurücklegen mussten. Je näher wir Österreich kamen, desto besser wurden die Strassenverhältnisse.

Wir sind nach 2 Tankstopps gegen 16.30 in Graz eingetroffen, haben uns dann mit Heidi in Verbindung gesetzt, die uns abholte und den weiteren Weg bis zu ihr vorraus fuhr!
Trotz der bereits bestehenden Müdigkeit, fühlten wir uns direkt wie ausgewechselt, als Heidi kam, denn sie hatte die Welpen im Auto mit, die uns neugierig begrüßten.
Bei Heidi angekommen, wartete Branko bereits auf uns und jetzt war die Müdigkeit wie weggeblasen, denn wir freuten uns endlich die Hunde sehen zu dürfen, denen wir ein Zuhause geben würden. Branko hatte es etwas eilig, da er bereits für den nächsten Tag Katzenneuzugänge erwartete….
Dennoch bestand Heidi darauf, dass wir erst einmal Pause machen und einen wohlverdienten Kaffee bei ihr trinken. Nachdem ich kurz meinen Gizmo begrüsst hatte, folgte ich Sonja, die mit Heidi im Haus verschwunden war. Günther erwartete mich am Tor und was ich dann sah übertraf meine Vorstellungen. Ich ging durch das Tor und wurde halb umgerannt von mindestens 20 Hunden, die mich alle auf einmal begrüssen wollten.
Nach kurzem stehen bleiben ging ich dann doch zügig ins Haus, denn so ein Rudel Hunde kann ganz schön hartnäckig sein ;-)
Im Haus wartete Heidi bereits mit warmem Kaffee und noch mehr Hunden! Diesmal waren es nicht so viele und die nächsten Minuten waren wir mit Leckerli verteilen beschäfigt. Heidi erzählte uns von den einzelnen Hunden, die alle ihre eigene traurige Geschichte haben.

Heidi und Günther sind zwei liebevolle Menschen, die sich ohne jede Frage für ihre Schützlinge aufopfern, ihre Menschlichkeit und ihre Leistung haben einen unbeschreiblichen Eindruck hinterlassen und sie haben unseren vollen Respekt.
Nun wollten wir Branko nicht zu lange warten lassen und gingen wieder nach draussen um die Hilfsgüter umzuladen. Auch Branko haben wir als sehr netten aufgeschlossenen Menschen kennengelernt, der uns ebenfalls zu jedem Hund eine Geschichte erzählen konnte.
Nachdem die Hilfgüter ausgeladen waren, holten wir die Hunde ; jeden einzel aus seiner Box um sie kennenzulernen. Branko verabschiedetet sich von jedem einzelnen, wir luden die Boxen vorsichtig ein, noch essen und trinken in die Boxen, geschafft!
Branko verabschiedetet sich nun, wie gesagt, er war in Gedanken schon wieder bei den Kätzchen, die am nächsten Tag kommen. Es war schön mit an zusehen, wie er mit einem zufriedenen Lächeln ins Auto stieg, da erkannten wir die Dankbarkeit für unseren Einsatz.
Nach herzlichem Abschied von Günther und Heidi fuhren wir wieder los, denn die Hunde waren unruhig. Nach ca. 2 Stunden Fahrt, suchten wir uns einen leeren Parkplatz zum Stoppen. Wir ließen jeden Hund raus und verschafften ihnen etwas Bewegung. Nochmal füttern und weiter!

Jetzt merkten wir, waren die Hunde wesentlich ruhiger und schliefen ein was uns die Weiterfahrt erleichterte. Nach wenigen Minuten hörten wir ein zufriedenes Schnarchen von Dina und die anderen schlossen sich schnell an, sogar Janny war ruhig und schlief. Wir fuhren weiter bis nach Deutschland, nach der Grenze stoppten wir wieder, die Hunde schliefen noch und nun
gönnten auch Sonja und ich uns 2 Stunden Schlaf. Im sitzen schlafen war wohl unbequem, aber danach fühlten wir und fit und fuhren mit 2 kurzen Tankstopps durch nach Walldorf, wo wie bereits freudig erwartet wurden.
Wir übergaben die kleine Janny unserer Barbara, Tric und Trac unserer Elke und die sehr brave Neda Zuta ihrer neuen Familie. Nur glückliche Gesichter bei Mensch und Tier….. berauschend dieses Gefühl!
Nachdem wir den anderen Hunden auch noch mal eine Pause verschafft hatten, fuhren wir durch nach Trier, wo das Empfangs= komitee und erwartete. ;-) Auch hier wieder endlos glückliche Gesichter bei der Übergabe der Hunde in ihre neuen Familien. Wir
unterhielten uns mit allen, so viele Fragen ;-))
Nun noch von den Hunden verabschieden…. Dina, Seli, Lija, Don, Gizmo, alles haben nun ein Zuhause!
Nach der anstrengenden Fahrt wollten wir nun auch nach Hause und verabschiedeten uns, so viele Eindrücke, eine
Erfahrung, die wir nicht missen möchten, in der Hoffnung weiterhin Helfen zu können. Die Dankbarkeit dieser Hunde lässt sich nicht in Worte fassen.
Sonja und Manu
Oktober 2009 Diesen Monat gab es 2 Hilfsgütertransporte nach Kroatien, und wir konnten insgesamt 28 Hunden die Ausreise in ein besseres Leben gewähren. Wir haben Popa soeben bei Helga und Willi in Hagen abgeliefert. Er hatte sich schon inAnne und mich erliebt, da er dachte, wir seien seine neuen Eltern. Als dann Helga und Willi ihm seine Decke in die Küche legte, und dann noch einige Leckerlies bekam, da wusste er, das ist sein neues Zuhause.
Willi hat einen großen Garten, mit Gartenhäuschen, und in den Nachbargärten sind auch Hunde. Morgen werden erste Erkundigungen gemacht, und Popa, jetzt Paula, wird es genießen. Da Helga und Willi keinen Computer oder Digicam haben, wird Anne in 2 Wochen mal Bilder von Allen machen.
In Trier kamen gegen 16:00 ja die letzten 3 von 13 Hunden an, aber soviel Freude habe ich selten gesehen. die Luxemburger hatten Nerja und Neria vom vorletzen Transport von Zuhause mitgebracht, um Lunja, den neuen Luxemburger zu begrüßen.
Gleichzeitig kam ein Auto mit Mann an, welches die fertigen Spendenhäuschen von Janny mitbrachte, und der 20 neue
Spendenhäuschen, gemacht von Branko, mit zu Janny brachte, die den Häuschen wieder den letzten Schliff geben wird.
bis denne
Anne und Horst
Aja, bevor ich es vergesse, der nächste Hilfsgütertransport wird am 14.November durchgeführt. Wir brauchen dringend Futter. Wie ihr sicher alle wisst, ist im TH Prijatelji das gespendete Kühlaggregat in Betrieb, und sie können das Restfutter aus den benachbarten Restaurants jetzt kühlen, und somit länger verwenden. Auch das selbstgemachte Futter kann jetzt auf Vorrat zubereitet werden. Das ist eine große Erleichterung, und es hat sich für die Hunde sicherlich einiges verbessert, vor allem, da jetzt auch Trockenfutter von uns mit den nötigen Mineralstoffen verwendet werden kann.
August 2009 Nachdem mal wieder über eine Tonne Futter ins Tierheim Prijatelji (Kroatien) gebracht wurde, war die Rückfahrt mit 16 Hunden und ein Hund mit Privatauto ein Kinderspiel. Alle Hunde kamen zweimal aus ihren Boxen zum Spazierengehen, und alle Boxen haben innen Trinkgefäße mit Wasser. Hier möchten wir auch mal bekannt geben, dass der Tiertransporter von Thorsten für Tiertransporte zugelassen ist, welches die Befestigung der Boxen, sowie eine Klimaanlage als Transportbedingung beinhaltet. Moni und Doro waren die beiden Fahrerinnen des Augusttransportes und in der Rubrik "Tierheim Prijatelji" findet man ein Album mit ihren Bildern, wo sie den Istzustand des Tierheimes dokumentieren. Mit Hilfe aller unserer Spender ist mittlerweile schon großes geleistet worden.
Hier zeigen wir euch in loser Reihenfolge, wie die Hunde von ihren neuen Besitzern empfangen wurden.

Bessi mit Frau Martini Bruno bei Fam. Kutrovatz auf ES Fam. Steger mit Micky

Lora bei Fam. Grieser auf PS Lori bei Frau Müller Mandy bei Doro auf PS

Marlies mit PS Ariel Medo bei Sven Bleifuss auf PS Molly bei Frau Prijantoauf ES

Soui bei Steffi Richter auf PS Alle Boxen haben Trinkschalen Alle Boxen sind befestigt
Doro berichtet:
Zur Zeit sind über 300 Hunde bei Branko, von ganz klein bis ganz groß und von Welpe bis ältere Hund. Auch hat Branko sehr viele Katzen, die er hegt und pflegt und die sich auch alle anfassen lassen. Ich habe sogar eine von Ihm geschenkt bekommen, die mal grade nur einige Wochen ist und von Zigeunern weg geworfen wurde. Er hat sie gerettet...
Auch sind die Hundezwinger alle sauber und groß aufgeteilt, das die Hunde ihren nötigen Freiraum haben. Auch haben alle Hunde Knochen in den Zwingern liegen um zu knabbern, aber kaum einer interessiert sich so wirklich dafür. Schmusen bei den Hunden ist das wichtigste, und sie suchen alle die menschliche Wärme, was man ihnen anmerkt. Man kann nur sehr schwer aufhören sie zu streicheln, da er gleich hinter her läuft. Am liebsten hätte ich noch den Micky mit genommen, aber das geht bei mir leider nicht.
Wir haben diesmal einen OP Tisch mitgenommen im Wert von ca 4000,- € und dieser ist schon in Kroatien eingetroffen.
Man muß das dort unten einfach vor Ort gesehen haben und ein Gefühl für Tiere haben, dann kommt man dort nur noch schweren Herzens weg. Ich für meinen Teil wäre am liebsten unten geblieben.
Es ist sehr wichtig, das alle Hunde so schnell wie möglich einen Endplatz bekommen, da die Tiere alle Liebe und Wärme suchen. Leider kann Branko ja aber nicht den ganzen Tag über 300 Hunde nur Streicheln und mit ihnen schmusen. Wer also noch ein warmes Plätzchen frei hat, sollte sich noch einen kleinen Wauwau holen und ihm zeigen, daß es noch mehr Liebe und
Zuneigung geben kann.
Ich werde nächste Woche dort 1 Woche hin fahren und Urlaub machen, da Branko und Lilli mich eingeladen haben. Ich freue mich schon riesig darauf, alle dort unten wieder zu sehen. Ich möchte dann eine Art Reportage dort unten drehen und mal sehen, das man dies als Video dann event hoch laden kann und ins Internet stellen kann. Ich denke, das ist eine gute
Möglichkeit um zu zeigen, wie wichtig die Spenden, End- und Pflegestellen der Fellnasen sind.
Eure Doro
Reisebericht 25/26. Juli 2009
von Jenny Manderscheid, die in der Nacht zum 25.Juli mithalf, den Transporter zu beladen.
Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. In der Nacht von Freitag auf Samstag klingelte um 01:45 der Wecker.
Jetzt hieß es aufstehen und auf den Transporter warten, um ihn zu beladen. Um 02h30 war es soweit. Moni und Thorsten
klingelten bei Kathi, die Ihr Haus als Zwischenlager nutzt.
Zuerst hieß es mal für Ordnung sorgen. Kathis Hunde in ein Zimmer, die Hunde von Thorsten und Moni in ein anderes und los ging es. Wir schleppten unendlich viele Säcke Futter, Decken, Medikamente, Fensterrahmen, usw.
Um 04Uhr war der Transporter voll bis unters Dach. Leider war noch viel übrig im Zwischenlager, was nun auf den nächsten Transport (22. August) warten muss.
Thorsten und Moni machten sich auf die lange Reise nach Kroatien.
Kathi und ich widmeten uns dem kleinen Hundechaos, das nun übers Wochenende bei Kathi wohnte. An Schlafen war natürlich
nicht mehr zu denken. Was Thorsten und Moni vor Ort alles erlebten, könnt ihr in Kürze lesen und sehen. Vorab gibt es schon mal ein paar Fotos auf www.tierwald-Ungarn.de unter Prijatelji – Kehrseite der Medaille. Am Sonntag Nachmittag um 14h30 waren sie zurück, ohne Schlaf, aber mit vielen Impressionen, hauptsächlich traurige…..
4 Hunde konnten diesmal vermittelt werden. Ein großes Dankeschön an alle Helfer und Spender!
Bis zum nächsten Transport!!!
Reisebericht 27/28. Juni 2009
Bei der Rückfahrt des Junihilfetransportes kamen 12 Hunde mit nach Deutschland, für die End- und Pflegeplätze reserviert waren. Hier hat sich die gesamte Logistik von Tierwald bewährt und allen Beteiligten unser aller Dank. Und Dank wieder einmal unserem Transportteam Thorsten und Moni, die mit insgesamt 12 Hunden, davon 2 aus Nagykanisza, alle Hände voll zu tun hatten. Auch konnten wir wieder einiges an Sachspenden dem Tierheim Prijatelji zukommen lassen. Weitere Details finden sich im Newsletter 2.

Die Bilder zeigen die Hundeboxen mit den Hunden auf der Rückfahrt von Kroatien nach Deutschland. In der Mitte das Bild
mit den Sachspenden. Moni und Thorsten bei der Verteilung der Hunde an die neuen Eigentümer.
Reisebericht 30/31. Mai 2009
Der Thorsten Express von Tierwald brachte mal wieder über eine Tonne Futter und etliches an Sachspenden in das Tierheim Prijatelji/Kroatien. Die Bilder zeigen die Hunde, die mitgebracht wurden aus Prijatelji und Nagykanisza.
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Übergabe am 31. Mai in Deutschland an die neuen Eltern der Hunde.
Hier der Bericht von den Fahrern Moni und Thorsten
Für mich hat die Vorbereitung auf den Transport schon in der Nacht vom Freitag zum Samstag um 01.00 Uhr begonnen, indem ich immer wieder meinem Angestellten der zu diesem Zeitpunkt den für den Ungarneinsatz geplanten Transporter gefahren hat, die Hölle heiß gemacht habe damit er ja frühzeitig mit seiner allnächtlichen Tour fertig ist.
Als er dann um 06.00 Uhr am Samstag Vollzug gemeldet hat, konnte ich mich entspannt auf die Beendigung meiner eigenen Nachtschicht freuen und war dann um 07.00 Uhr fertig. Nachdem ich mich dann schnell zuhause umgezogen, meinen Schatz Moni und Verpflegung eingeladen habe und wir dann erst noch den Tank des Busses gefüllt haben, sind wir dann endlich um 09.20 Uhr bei Kathi aufgeschlagen und haben ohne Pause den Transporter vollgeladen.
Vorm Tourstart haben wir dann noch schnell ein Käffsche getrunken und die letzten Anweisungen von Kathi ntgegengenommen haben, sind wir ab auf die Autobahn. Zu unserer Freude konnten wir bis zu unserem ersten Tankstop nach 800 km stressfrei durchfahren.
Es hat zwar ab der österreichischen Grenze angefangen zu regnen aber wir hatten ja noch die Mauttunnel und die Berge vor uns und diese waren es auch die uns kurzzeitig ins grübeln brachten. Je höher wir fuhren und je mehr es regnete umso mehr kamen über die elektrischen Straßentafeln Schneewarnungen. Aber es blieb nur bei den Warnungen und so kamen wir dann endlich um 22.50 Uhr bei Elke an.
Im Garten brannte zur Begrüßung der Grill und nachdem wir uns dann mit Elke´s selbstgemachtem Nudelsalat und frisch Gegrilltem gestärkt hatten, gingen wir dann hinaus den Bus entleeren und um 01.00 Uhr fielen wir in ein frischbezogenes Bett in
eines der zukünftigen und unfertigen Gästezimmer. Dies war aber allemal angenehmer als im Bus zu schlafen. Denn die Temperaturen waren auf 4 Grad gesunken.
Um 05.30 Uhr hatten wir uns zum Kaffee abgesprochen und während wir ihn genossen, klingelte Elke ihr Handy und Branko teilte uns mit das er schon auf dem Weg zum verabredeten Treffpunkt sei. Wir also nix wie los, die von Elke schon im voraus
eingefangenen Passagiere verladen, anschnallen und auf ging es, den Rest der Meute holen. Um halb sieben war es dann
endlich soweit und Branko stand fassungslos und völlig überrascht vor dem gespendeten Hochdruckreiniger und dem Schweissgerät. Wir durften beobachten wie er und die glücklichen Fellnasen sich gegenseitig vertrauten und uns fiel auf, obwohl er es sich nicht anmerken lassen wollte, dass es ihm schwer fiel den einen oder anderen Hund gehen zu lassen.
Ares, der schwarze Schäferhund war der Lieblingshund seiner Frau. Auch hierfür müssen wir den Hut ziehen, dass er das
Wohlergehen des Tieres vor den Herzschmerz seiner Frau gestellt hat. Dann ging es dann auf die hoffentlich
letzte Reise unserer Passagiere, die während der ganzen Fahrt keinen einzigen Laut von sich gegeben haben. Das war schon ein Phänomen welches wir im April beobachtet haben. Man konnte nur erahnen was in ihren wuscheligen Köpfen vorging. Als wir in Walldorf beim IKEA ankamen trauten wir kaum unseren Augen, als wir Marlies mit 2 vollgeladenen Autos Futterspenden da stehen sahen. Es waren bestimmt gute 250 kg an Futtersäcken und dann kamen noch Sachspenden hinzu. Man kann immer wieder nur staunen, was so alles in unserer Gruppe bewegt wurde und wird. Nachdem dann alle Spenden im Transporter verstaut wurden, die ersten vier Transportgäste ihre neugewonne Freiheit genießen durften und Marlies und Jürgen freudestrahlend ihre Nassnasen in Empfang genommen hatten, fuhren wir mit Verspätung zum Treffpunkt in Kaiserlautern, wo wir herzlich und überschwenglich empfangen wurden. Alle strahlten und waren von ihren neuen Familienmitgliedern gleich aufgenommen, dass es für uns immer wieder ein Beweis ist, das diese Transporte richtig und wichtig sind. Soviel Dankbarkeit, nicht nur von den Hunden, bekommt man selten. Nach den letzten Abschiedsumarmungen haben wir nochmals richtig Gas gegeben und standen dann letztlich um 19.20 Uhr bei der Kathi vorm Haus, wo wir Aris „den Rottweiler“ seinen neuen Besitzern übergeben durften. Nachdem dieser seine Blase geleert und Kathi´s Hinterhof überschwemmt hatte, ging es daran die Spenden von Marlies in die Räumlichkeiten vom Horst zu räumen. Als wir dann endlich bei unseren beiden Lieblingen Whiskey und Snow ankamen, freuten wir uns alle vier sehr und obwohl wir im warsten Sinne des Wortes hundemüde waren, ließen wir es uns nicht nehmen noch ein paar Minuten mit ihnen in unserem Garten herumzujagen und diese Momente zu genießen.
Für alle diejenigen, die bei diesem Transport mitgewirkt haben, egal ob Organisator, Spender, Pate oder Pflegestelle, ein
herzliches danke schön. Ohne euch wären solche Momente wie wir sie am gestrigen Tage erleben durften, undenkbar.
Liebe Grüße von uns an Euch alle da draußen.
Moni und Thorsten
P.S.: Was bei der ganzen Hektik vergessen wurde, uns bei der Elke und ihrem Mann für die Verpflegung und Unterkunft zu bedanken. Holen wir hiermit nach. Vielen herzlichen Dank. ![]()
Über den weiteren Verlauf berichtet nun Elke:
Nachdem Thorsten und Moni dann gestartet waren gingen wir mit Branko zuerst noch einen Kaffee trinken. Danach ging es dann weiter in die Stadtmitte von Lendava zu Branko’s „Aussenlager“ Dort deponierten wir erstmal das gesamte Welpenfutter. Und der stolze Branko seinen neuen Hochdruckreiniger und das Schweissgerät. Dann verabredeten wir uns zu einem späteren Zeitpunkt für die 2. Fahrt von Ungarn nach Kroatien.
![]() vorne die Iglu Hütte, hinten die Jetzt wird der Pavillon aufgebaut :-) Alexandra konnte 200kg Tierwaldfutter
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Reisebericht 18./19. April 2009
Erschöpft aber doch zufrieden endlich da zu sein, gingen wir erstmal rein um noch einen Kaffee zu trinken. Carla begrüßte die beiden als hätte sie nur auf sie gewartet : He Leutz, endlich seid ihr da um mich zu holen *freu* Dauerte nicht lange, da sprang sie auch schon auf Thorsten's Schoß. So Herrchen, da bin ich und bleib ich, wehe du machst was anderes :-)
Nach einem Kaffee ging's dann richtig los.
Oh Schreck, hoffentlich reicht der Platz aus, dachte ich nur. Ganz Ungarn schlief, aber wir rannten wie die Heinzelmännchen, erstmal Auto und Hänger voll mit Futter. Ach herrje, tiefer als tief gelegt, hmmmm, geht schon irgendwie.
Alles andere dann ab auf die Terasse, muss warten. Um 2:20 starteten die beiden mit ihrer glücklichen Carla an Bord und Goldi der noch etwas auf seine Familie warten musste.
Ich ins Bett gehen jetzt, nee unmöglich zu aufgekratzt. Dauernd nochmal die Berge von Spenden angeschaut, ohje wieviel Fahrten werden das wohl............

Welch ein Glück, viele Helfer da, prima da kann ich einfach mal zuschauen beim ausladen und noch einen Rundgang im TH machen.
Siehe da, es standen schon Hütten da, die waren doch am Tag zuvor noch nicht da. Welch angenehme Überraschung *freu*
Fertig, schnell zurück nach Hause, kleine Mittagspause. Durch die Spendenberge gewühlt, alles wichtige herausgesucht und das Auto wieder voll gepackt für Kroatien.
An der Grenze die Ernüchterung, oha welch unfeundliche Gesellen die kroatischen Grenzer. Auto ausladen bitte, alles !!! Hmmm gut, auch das.
Alles bestaunt und begutachtet, um dann zu fünft festzustellen : Nein das geht nicht ! Wieder einladen und zurückfahren. Sch........
Grübel Grübel, wo ist der nächste Übergang. Gesucht gefunden, mal schaun was jetzt passiert. Oh Schande, gleiches Spiel von vorne.
Langsam total verzweifelt studierte ich die Karte, wohin ????? Aha, ein kleiner Übergang. Na gut, aller guten Dinge sind 3, nächster Versuch.
Hmmm, schöne kleine Grenze ;-) Mit gemischten Gefühlen vorgetastet, aaaah ein freundlicher Grenzer, und........... Hundeliebhaber.
Da ihm die schönen Spielsachen so gut gefielen die obenauf lagen schenkte ich ihm ein paar Dinge für seinen Hund.
Bekanntlich erhöhen kleine Dinge die Freundschaft, siehe da Hurra, ich muss nicht zurück, freie Fahrt.
Branko dokumentierte alles mit zig Fotos die er auf eine CD brennen wird, eine Überraschung nach der anderen fand er vor, so einen schönen Abend hatten sie länger nicht.
Nach einer Stunde noch geselligen Beisammensein machte ich mich auf die Rückfahrt, es war schon sooooooo spät. Und zuhause musste noch der ganze restliche Berg an Spenden sicher verstaut werden damit sie keine Beinchen bekommen bis zu den nächsten Fahrten.
In Nagykanizsa können alle Hunde erstmal wieder genüsslich und viel futtern, und in Kroatien werden alle Sachen schön verteilt und die Medikamentenschränke füllen sich.
Und ich muss mal langsam schauen ob mein Bett noch nicht verkauft wurde *lach*
Liebe Grüße Elke
Tierhzeim Nagyknisza (März 2009)
Wir betraten das Gelände und hörten Gebell,
es dauerte nicht lange und die Tränen flossen
schnell!
Wir hielten für jeden ein Leckerchen bereit,
für jeden Vierbeiner, der nach Liebe
schreit!
Es war, als wollten sie uns etwas sagen,
als würde sie ein schlimmes Leben plagen!
Sie schrien nach Liebe und Geborgenheit,
und wir nahmen uns für jeden etwas Zeit!
Es gab viel zu tun, wir verloren keine Zeit,
und reinigten die Zwinger, immer zu zweit!
Wir brachten ihnen Heu und kuschelige
Decken,
um in ihnen ein Gefühl von Wärme zu wecken!
Leider vergingen die Tage sehr schnell,
und wieder hörten wir ein trauriges Gebell!
Sie spürten, wir würden ohne sie gehen,
aber wir werden uns bald Wiedersehen!
In diesem Sinne
Susanne Spanner-Chiacchio
Mitfahrerin Anfang März 2009
Bericht von Susanne und Ingrid, die Anfang März das Tierheim in Ungarn besuchten
Ich bin Susanne und mein Eindruck war so:
Als wir nach einer langen Fahrt dort ankamen, empfing uns ein trauriges Hundegebell!
Das Tor ging auf und ich betrat das Tierheim! Ich konnte mich nicht mehr halten, die Tränen
schossen einfach, hatte mich nicht mehr im Griff! Als erstes gingen wir an jeden Zwinger und
verteilten Leckerchen, so konnten wir die Tiere "persönlich" kennen lernen!

Jedes einzelne Tier kam uns entgegen und begrüßte uns! Sie schrien nach "Liebe und Streicheleinheiten"! Diese Augen......., die werde ich nie vergessen! Ich weiß nur eins, ich werde wieder kommen! Es ging immer wieder los, ich konnte mich nicht mehr halten, hatte meine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle! Der Gang war schwer, aber es hat einen Sinn! Es fehlt dort noch an vielem! Ich hoffe, dass noch mehr diesen Schritt wagen und helfen! Sei es mit Spenden, mit einer Patenschaft oder damit, mal selber hin zu fahren um zu helfen! Sie sind für alles dankbar!

Ich jedenfalls werde nicht aufgeben!!! Wir haben die Zwinger gereinigt, Futter und Wasser verteilt, Heu und Decken verteilt, jedem Hund ein Spielzeug gegeben, Streicheleinheiten verteilt, Katzenhaus hergerichtet und vieles mehr! Jeder kann was tun, wenn man nur will...! In diesem Sinne Susanne![]()
Hier der Bericht von Ingrid:
Reisebericht vom 03.03. bis 05.03.2009
Nach 15 stündiger Anreise trafen wir gegen 13 Uhr im Tierheim ein. Allen standen schon die Tränen in den Augen bevor wir überhaupt aus dem Auto gestiegen waren.
Aber dann kam es noch schlimmer. Als wir aus dem Auto stiegen hörten wir ein Bellen dass uns sagte „bitte helft uns“. Nachdem wir erst einmal durch die Zwinger gelaufen waren und jedem – wirklich jedem Hund – ein Leckerchen gegeben hatten machten wir uns gleich an die Arbeit um das
Mitgebrachte auszuladen


Es waren Unmengen von Spenden – hiermit vielen Dank an alle. Nachdem das Auto geleert war kümmerten wir uns wieder um die Tiere. Jeder stand am Zwinger und wollte gestreichelt werden. Alle waren pudelnass denn es regnete fast die ganze Zeit und die Zwinger sind nur zu 1,50 Meter überdacht sodass die Hunde alle nass in ihren Zwingern standen. Alle Zwinger waren so traurig und leer, nicht einmal das kleinste Spielzeug lag herum. Wir verteilten Spielzeug in jedem Zwinger und die Hunde waren überglücklich dass sie endlich einmal was hatten um sich zu beschäftigen. Manche haben die Decken aus lauter Langeweile in kleine Fetzen zerlegt. Das Futter lag eingeweicht auf dem Boden zwischen Urin und Kot, einfach schrecklich. Die ersten Hundehütten vom Schreiner standen auch schon da und ich war überrascht wie gut sie aussahen. Denn viele der Hundehütten müssen ausgetauscht werden, weil sie vergammelt und teilweise nicht einmal ein Dach haben. Ich habe einen Hund beobachtet, der sich nach Aufstellen der Hütte sofort reingelegt hat und nicht mehr rauskam. Vielleicht aus Angst dass ihm ein anderer sein schönes Plätzchen wegnehmen könnte. Aber auch das Katzenhaus sah nicht besser aus. Ein dunkles Loch, dass man es nichtmal beim Fotografieren mit Blitz richtig erkennen konnte.
Wir merkten sofort dass es auch hier viel Arbeit gibt. So schnell verging der erste halbe Tag dann mussten wir erst einmal Duschen und eine Kleinigkeit essen.

Am nächsten Tag ging es morgens sofort weiter. Wir nahmen uns nicht einmal die Zeit zum frühstücken und legten sofort los. Wir haben uns aufgeteilt und alle Zwinger erst mal gereinigt und festgestellt dass das doch sehr viel Zeit kostet und das wenige Personal vor Ort damit total überfordert ist. Es werden also dringend Leute gebraucht. Man sollte mal drüber nachdenken ob man nicht durch Spendengelder einen Tierpfleger einstellen könnte. Wahrscheinlich sind die in Ungarn nicht mal so teuer. Am Nachmittag kam dann eine Dolmetscherin, da das Personal weder deutsch noch englisch spricht war das sehr gut. Die Tierheimleiterin hat uns so einiges erzählt an was es alles fehlt aber kein Geld dafür vorhanden ist. Wir wollten einen Schlauch kaufen dass man die Zwinger ausspitzen kann – das geht halt viel schneller als mit Eimer und Besen – aber dafür wären die Wasserkosten zu hoch. Es fehlt dringend eine Krankenstation für operierte Tiere, denn wie sollen sie denn gesund werden, wenn sie pudelnass im Zwinger stehen. Es muss unbedingt eine Abdeckung für die Zwinger geschaffen werden, vielleicht mit Planen oder Wellblech. Das kostet nicht die Welt würde aber die Zwinger wenigstens trocken halten. Am Nachmittag standen dann noch die Abschlussuntersuchungen für die Tiere die mitreisen durften an.

Wie im Flug verging die Zeit und so traten wir schweren herzens gegen 18 Uhr die Heimreise an. Ich wollte mir das nur einmal anschauen aber ich weiß jetzt das das nicht meine letzte Fahrt nach Ungarn war, obwohl mich die traurigen Bilder bis jetzt verfolgen und wenn ich mich ins Bett lege mich immer noch die hilfesuchenden Augen der Tiere anschauen.
Wir sind eine große Gruppe. Bittet schließt nicht Eure Augen vor diesem Elend, denn jeder Hund und jede Katze hat ein Recht auf eine bessere Zukunft. Gemeinsam können wir es schaffen und vielleicht dankt es uns der Herr im Himmel eines Tages.
Viele hilfesuchende Grüße sendet Euch allen
Ingrid Allmacher-Schulz ![]()
So fing alles an...
Reisebericht über unsere 1. Hilfsfahrt ins Tierheim Nagykanizsa (Ungarn) vom 12. - 15.2.2009 mit dem Tierwald-Express.
( Dieser Bericht ist subjektiv geschrieben und erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit)

Viele Telefonate waren vorausgegangen, und eine Menge an Vorbereitungen vor Ort und hier in Deutschland getroffen worden.
Meine beiden Mitfahrer aus dem hessischen Butzbach und ich machten uns am 12.2.09 gegen 17:00 mit einem voll bepackten Transporter, der sich mit einem doppelachsigen Anhänger schmückte, auf die ca. 1200 km lange Reise.
Dies sollte die 1. Bewährungsprobe sowohl für den Tierwald-Express wie auch für das Gelingen unserer geplanten Tierschutzprojekte im Südosten Europas werden.
Muss gestehen, dass während der ersten 200-300 km mein Kopfkino dauerhaft arbeitete und mich die schlimmsten Gedanken und Szenarien beschäftigten.
Fliehbilder der endlos scheinenden Autobahn verlangten volle Konzentration. Die Augen wanderten zwischen Bahnmitte, Tacho, Rückspiegeln und Navi, die Gespräche berührten mich nur oberflächlich, dienten eher der Ablenkung.
Nach dem Fahrerwechsel Nähe Passau wurde es für mich noch unerträglicher.
Auch wenn ich einen mit Sternen überdeckten Winterhimmel liebe, so hatte ich jetzt kein Auge dafür. Krampfhaft versuchte ich, nötigen Schlaf zu erhaschen, mal Sekunden, mal Minuten.
Das Motorengeräusch signalisierte eine immer langsamer werdende Fahrt, die Steigungen wurden größer, und auf dem Weg über die östlichen Alpenausläufer in Richtung Graz tanzten die ersten Schneeflocken in die Lichtkegel der beiden Scheinwerfer.
"Wenn das nur gut geht, jede Flocke bleibt liegen," dachte ich.

Nach anfänglich guten Nachtgesprächen trat verständliche Stille ein.
Der Hänger verfolgte uns immer noch, und die Reifen zeigten genügend Grip auf glatter Bahn.
Eine kurze Pause kam gerade recht, dann sollte die Fahrt fortgesetzt werden.
Langsam krochen wir bergauf, meisterten einige Tunnels und wurden immer neu überrascht von der gespenstischen Bergwelt am Tunnelende.
Gerade wollte mir die Frage:"Nehmen die Berglöcher denn gar kein Ende?" über die Lippen kommen, als sich der Wagen nach vorn neigte und fortan zu Tale fuhr.
Muss gestehen, dass ich trotz der Nachtkälte leicht ins Schwitzen kam. War es Angst oder die Aufregung, zeigte sich jetzt schon eine Art "Vorstartzustand" oder gehörte das einfach dazu?
Am frühen Morgen erreichten wir den Grenzübergang.
An Schlafen war jetzt nicht mehr zu denken. Ca. 90 km holperten wir durch Schlaglöcher oder versuchten ihnen auszuweichen.
Der Anhänger zeigte ein schiefes "Gesicht", als wollte er sich bei uns beklagen. Die Ladung hatte sich verschoben, konnte jedoch von der Plane gehalten werden.
Gegen 7:30 war der telefonisch abgesprochene Treffpunkt erreicht und wir konnten den 1. "Nagy-Kaffee" an einer Tankstelle genießen.

Ein Bild des Jammers
Die Spannung stand jedem im Gesicht geschrieben.
Kurz vor 9:00 zeigte uns ein PKW den Weg zum Tierheim. Ein rostiges Schiebetor wurde zur Seite geschoben, und der Hilfstransport bahnte sich seinen Weg.
Einige Kettenhunde begrüßten uns mit lautem Bellen und gaben den anderen Tierheiminsassen unsere Ankunft bekannt.
Sofort erklang ein unüberhörbarer Hundechor mit lauten und heiseren Stimmen. Meine Gänsehaut versteckte ich in meinem Anorak, wollte jetzt nur noch allein sein.
"Hoffentlich spricht mich jetzt niemand an, lasst mich nur allein," das waren meine ersten Gedanken. Zum 1. Mal nach 10 Jahren rollten die Tränen und erschwerten eine Erstbegegnung mit den jammernden Fellnäschen.
Meine Begleiter waren auch in den langen Korridorreihen verschwunden, wo sich die Zwinger befanden, und suchten ihre eigene Lösungsstrategie.
Ca. 140 Hunde und einige Samtpfötchen fristeten hier hinter Gittern ihr tristes Dasein.
Jeweils 3 Hunde befanden sich in einem Käfig und drängten zu den Gitterstäben. Die Wassernäpfe enthielten dicke Eisbrocken, der Kot war gefroren. Schäbig und zum Teil nach oben offen, standen verloren die Kisten, die als Hundehütten dienten.
"Holt uns hier raus! Was haben wir getan? Was haben wir nur falsch gemacht? Will immer dein treuer Begleiter sein! Hast du etwas Leckeres dabei?" so deutete ich das klägliche Bellen der abgemagerten und zum Teil ausgemergelten Tiere.
Erschüttert wankte ich zum Wagen und holte die Tragetasche mit den "Begrüßungsleckerchen", die ich eigens zu diesem Zweck mitgebracht hatte.
Werde die Schreie und Blicke nie vergessen! Wenn Hunde die Gesamverfassung ihrer Umgebung widerspiegeln, dann hatte ich in wenigen Minuten erkannt, in welch dramatischer Lage sie sich befinden mussten.
Bis auf wenige Fellnasen holten sie sich mit lang gestrecktem Kopf und Körper ihre Hundeplätzchen ab und genossen die Zuwendung. Einige ließen mich einfach nicht mehr los. Ihre Blicke klebten an mir,selbst als ich schon einige Zwinger weiter gegangen war.
Die traumatisierten und ängstlichen Tiere suchte ich im Käfig auf und zeigte ihnen meine gute Absicht.
Bei einem blinden Hund verweilte ich längere Zeit und begann mit ihm zu sprechen. Sein Wedeln machte mir klar, dass wir uns verstanden hatten. Vorsichtig nahm er sein Leckerli und legte es am Boden ab. Dann näherte sich seine feuchte Nase wieder meiner Hand, und er öffnete das Maul für das 2. Plätzchen. So machte er es 3 Male. Als ich ihn mit den Worten "wir sehen uns bestimmt wieder" verließ, beobachtete ich, dass er seine Knabberplätzchen genüsslich verzehrte.
Besonders tiefe Stiche trafen mich bei der Begegnung mit anderen Hunden mit Handicap.
Ob es das Dreibeinchen war, die Fellnase mit nur einem Auge oder die alte Hundedame, die seit 10 Jahren mit ihrem verkrüppelten Vorderbeinchen hinter Gittern verbrachte, alle gaben mir Mut, indem sie mir ihre Hoffnung auf ein besseres Leben ohne Hunger, Kälte und Krankheiten, dafür aber mit einem warmherzigen Frauchen oder Herrchen zeigten.
Hier hatte ich den Beweis für die Aussage von Maurice Maeterlinck:
"Wir müssen das Vertrauen und die Freundschaft eines Hundes nicht erwerben - er wurde als unser Freund geboren".

Nach einer guten Stunde bei den Tieren stellte ich mich der TH-Leitung Aniko und ihrem Team vor, einer Gruppe von 4-5 Leuten, die für einen geringen Lohn hier beschäftig sind.
Danach luden wir alle Spenden aus und stellten sie nach bestimmten Kriterien zusammen.
Da wir viele Decken dabei hatten, krochen wir in die maroden Hütten und legten sie dort aus.
Die Hunde kuschelten sich sofort ein oder markierten sie als besonderes Eigentum.
Nur wenige zerlegten sie aus Frust oder Langeweile und betrachteten sie als Spielzeug.
Unsere mitgebrachten Trinknäpfe aus V2A füllten wir mit Wasser und ersetzten, soweit es möglich war, die vorhandenen Behältnisse, in denen sich noch Eis befand.
Immer wieder riefen die Tiere nach uns und erbaten Streicheleinheiten.
In 3 bis 4 Hütten untergebracht, zitterten ca. 8 Welpen unterschiedlicher Rassen und knabberten an abgeschabten Rohknochen. Welpenfutter fand ich leider nicht. Der blutig-flüssige Kot veranlasste mich, sofort eine Mitarbeiterin zu rufen, die dann etwas von "Medizin" und "Doktor" von sich gab.
Die Stunden vergingen und der Nachtschlaf hatte seinen Namen nicht verdient, wusste ich doch genau, dass der nächste Tag ähnlich schlimme und unter die Haut gehende Erlebnisse mit sich bringen würde.
Die primitiven Hütten schrien nach Erneuerung, die Tiere nach Auslauf und Zuwendung.
Wir verbrachten noch viele Stunden inmitten des Tierheims und konnten einigen Fellnäschen die Reise ins Glück ermöglichen.
Seitdem befindet sich ein Teil meines Herzens bei den Tieren im Tierheim Nagykanizsa, und seit diesem Schlüsselerlebnis habe ich meinem Leben in vieler Hinsicht andere Akzente gegeben, denn ohne Hilfe von außen,ohne unser Projekt sind sie verloren und können niemals Dreck gegen Glück eintauschen.
Die Rückfahrt verlief ohne Komplikationen, jedoch mit fast stummer Crew und wortloser Kommunikation, denn jeder hatte am Erlebten dauerhaft zu knabbern.
"Mit einem kurzen Schwanzwedeln drückt der Hund mehr aus als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede" (Louis Armstrong)
Wolfgang![]()
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Die 3 Ungarnhunde in der Freiheit Branko vom TH Prijatelji Neues Futter von Tierwald










